Abgestürzter Vizemeister

McKennie fordert "positive Vibes" – so geht Schalke den Abstiegskampf an

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Weston McKennie hat nur einen Fokus: Schalke in der Bundesliga halten.

Weston McKennie durchlebt zum ersten Mal als Profi-Fußballer des S04 einen Abstiegskampf auf Schalke. So geht der 20-Jährige mit der Situation um.

Gelsenkirchen – Weston McKennie spricht gut deutsch. Der US-Boy wollte aber lieber auf englisch antworten, damit fühle er sich sicherer. Verständlich, denn die Zeiten auf Schalke sind aufregend. Für den 20-Jährigen aber kein Grund, um sich und die Knappen aufzugeben: Zeit, nach vorne zu blicken.

McKennie will den Kampf annehmen, er ist wieder genesen und steht dem Team am Samstag bei der nächsten großen Aufgabe gegen die TSG 1899 Hoffenheim (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) zur Verfügung. Er weiß, dass es nur über einen guten Zusammenhalt zu schaffen ist. „Die Situation ist nicht einfach. Viele von uns machen das zum ersten Mal mit. Wir müssen als Team zusammenhalten und müssen die negativen Vibes fernhalten und Schalke in der Bundesliga halten“, sagte er. Will heißen: Was drumherum passiert, ausblenden. Gleichzeitig wolle er aber auch nichts schönreden: „Jeder weiß, in welcher Situation wir stecken.“

Abstiegskampf auf Schalke: Änderungen im Training

Und die ist in der Tat alles andere als gut. Schalke steckt voll drin im Abstiegskampf, hat nur sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das Unentschieden gegen Nürnberg brachte einen Punkt. Zu wenig. „Ich kann nicht alle Dinge erzählen, aber wir arbeiten etwas härter, haben längere Trainingseinheiten. In einem Spiel hat man nicht immer den Ball. Deswegen trainieren wir jetzt auch vermehrt ohne Ball. Wir haben ja auch unseren Spielstil etwas verändert und versuchen den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten“, versucht McKennie einen Ruck aufzuzeigen, der durch die Mannschaft gegangen sei.

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Diese Mannschaft braucht aber mehr als einen Ruck, um im Abstiegskampf zu bestehen. „Das ist jetzt erst mein zweites Jahr als Profi. Zum ersten Mal mache ich eine Situation wie diese jetzt durch – vielleicht auch zum letzten Mal, man weiß es nicht“, so der US-Boy. Klar, mit dem Abstiegskampf hatten viele noch nicht zu tun. Wollen es auch nicht mehr. 

McKennie beschäftigt sich nicht mit Wechselgerüchten

Der letzte Halbsatz McKennies könnte da aber auch Wechselgerüchte befeuern. Er sieht das anders. „Ich beschäftige mich nicht mit anderen Klubs: Mein Fokus liegt auf Schalke – um den Verein in der Bundesliga zu halten“, sagt er. Und dann, nie wieder Abstiegskampf? Durchhalteparolen folgen. „Man darf sich und das Team nicht herunterziehen und muss positiv bleiben“, erklärt McKennie. Leere Floskeln, vielleicht. Aber immerhin: Die Einstellung stimmt. Jetzt müssen er und seine Mitspieler die nur noch auf den Platz bringen. „Und unsere Chancen besser verwerten“, meint er – wenn es denn welche gibt.

Kommentar: Diese Schalker Mannschaft hat nichts begriffen

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Quelle: wa.de

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