Bewegender Moment

So verlief das Wiedersehen von Höwedes mit seiner „alten Liebe“ Schalke

Fußball: Champions League, Lokomotive Moskau - FC Schalke 04
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"Merkwürdiger Moment": Benedikt Höwedes

Erstmals tritt Benedikt Höwedes gegen seinen Herzensverein Schalke an, für den er 16 Jahre gespielt hat. Das Treffen mit Trainer Tedesco verläuft eher kühl.

Moskau – Benedikt Höwedes machte kein Hehl aus seinem Seelenleben, als er vor die Mikrofone trat und in ein paar weitere altbekannte Gesichter blickte. Die deutschen Jorunalisten, einige von ihnen lange Weggefährten, hatten lange auf den 30-jährigen Weltmeister von 2014 gewartet, um sich nach seinem Befinden nach diesem für ihn so besonderen Spiel zu erkundigen. Höwedes sagte: „Das kann man nicht in Worte fassen.“

Erstmalig war der ehemalige Kapitän der Königsblauen gegen seine „alte Liebe“ angetreten und war dabei von einer Vielzahl von Gefühlen übermannt worden. „Während des Spiels habe ich es einigermaßen ausblenden können“, berichtete der Defensivspezialist, der 16 Jahre lang das Trikot des FC Schalke 04 getragen hatte. „Doch wenn man auf einmal auf der anderen Seite steht, ist das schon sehr merkwürdig.“

Stachel der Enttäuschung

Der Stachel der Enttäuschung sitzt bei dem gebürtigen Halterner weiterhin tief, das war ihm am Mittwochabend nach dem 1:0-Sieg der Schalker in Moskau anzumerken. Höwedes ließ sich zwar nicht zu einer Spitze gegen Domenico Tedesco hinreißen, doch wurde deutlich, dass er dem aktuellen Schalker Trainer weiterhin nicht besonders wohl gesonnen ist. Tedesco hatte Höwedes nach seinem Amtsantritt im Sommer 2017 zunächst als Kapitän abgesetzt und ihn auch keinen Stammplatz versprechen wollen, woraufhin der Weltmeister von Rio seine Konsequenzen gezogen hatte. Nach einer einjährigen Leihe an Juventus Turin, die für Höwedes aufgrund von Verletzungspech ebenfalls sehr unglücklich verlaufen war, hatte der 30-Jährige in diesem Sommer bei Lokomotive Moskau angeheuert. „Die Spieler habe ich heute gerne wiedergesehen“, sagte Höwedes nach seiner Visite in der Schalker Kabine. Der Austausch mit Tedesco war hingegen sehr knapp. „Wir haben nur wenig Zeit gehabt, miteinander zu sprechen“, meinte der Schalker Trainer, nachdem er Höwedes vor der Partie im Spielertunnel begegnet war.

Vaterfreuden stehen kurz bevor

Der „Schalker Junge“ Höwedes wird seine Karriere nun in der russischen Hauptstadt ausklingen lassen. Lokomotives Sportdirektor Erik Stoffelshaus – ebenfalls ein ehemaliger Schalker - hat ihn mit einem lukrativen Vierjahres-Vertrag ausgestattet, der dem angehenden Vater ein lukratives Einkommen sichert. Noch ist Höwedes allein in Moskau, doch wird seine Frau Lisa bald aus Deutschland nachkommen. Samt Nachwuchs. „Sie bekommt voraussichtlich in der nächsten Woche ein Kind. Und wir wollten, dass es in Deutschland geboren wird“, sagt Höwedes und verrät: „Es wird ein Junge.“ In Moskau fühle er sich wohl, die Stadt habe „viel zu bieten“. Einzig der Verkehr sei „eine Katastrophe“. „Da wünscht man sich fast die A40 zurück“, sagte er.

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Quelle: wa.de

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