Unnerstall auch gegen Hoffenheim im S04-Tor

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Jefferson Farfan soll nach dem Willen der Schalker Führungsriege bei den Königsblauen bleiben. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Am Mittag wurde im Schalker Presseraum eine dieser selten dämlichen Quizfragen per Video aufgezeichnet, die im Dezember in irgendeinem Online-Advents-Kalender erscheinen soll. „Welcher Trainer kam im September 2011 nach Schalke?“ musste Schalkes Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann fragen und – viel schlimmer – folgende drei Antwortmöglichkeiten präsentieren: „Huub Stevens, Shakin' Stevens oder Cat Stevens?“

Ähnlich einfach ist die Frage zu beantworten, welcher Torwart heute (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Schalker Tor stehen wird. Lars Unnerstall hat seine Chance nach der Verletzung von Ralf Fährmann bislang hervorragend genutzt und war beim 2:0-Pokalerfolg in Karlsruhe sogar bester Mann in der Mannschaft von Trainer Huub Stevens gewesen. „Der Lars hat das bislang gut gemacht, da sind wir sehr glücklich drüber“, sagt Manager Horst Heldt über den 21-jährigen 100-Kilo-Hünen, der sich bislang keine gravierenden Fehler erlaubt hat. So wird der eilig verpflichtete Timo Hildebrand weiter Geduld aufbringen müssen. Derzeit hat der 32-jährige Ex-Nationalkeeper nach Aussage von Huub Stevens aber eh noch einen zu großen Trainingsrückstand, als dass er für eine Nominierung in der Bundesliga-Mannschaft in Frage käme. „Wir müssen ihm Zeit geben. Wir üben da keinen Druck aus“, sagt Stevens: „Timo weiß selbst, was gefragt ist.“ Ähnlich sieht Horst Heldt die Sache: „Es ist zwar nicht so, dass man ihn derzeit nicht ins Tor stellen kann“, sagt der 41-Jährige: „Doch ihm fehlt eindeutig die Wettkampfpraxis.“ So gilt es als sehr wahrscheinlich, dass Hildebrand am Sonntag um 14 Uhr mit der zweiten Schalker Mannschaft gegen die TuS Koblenz antreten wird. Heldt lobt das Verhalten des Routiniers zudem noch einmal ausdrücklich: „Timo ist sehr demütig und nicht fordernd. Er ist natürlich ambitioniert, aber in den richtigen Maßen.“

Während heute gegen Hoffenheim über die Torhüter-Position also nicht diskutiert werden muss, sind andere Personalfragen noch offen. Julian Draxler, der sich unter der Woche mit einer Erkältung herumgeplagt hatte, steht aller Voraussicht nach wieder zur Verfügung. Auch die Chancen auf einen Einsatz von Kyriakos Papadopoulos, der sich in Karlsruhe leicht verletzte, scheinen gut. „Bei Christoph Metzelder müssen wir hingegen noch abwarten“, sagt Stevens.

Nichts Neues gibt es in Sachen Jefferson Farfan. Allerdings dementiert Horst Heldt, dass er dem Peruaner, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, ein Ultimatum bis Ende Oktober gestellt habe. „Wir sind natürlich erpicht darauf, bald zu wissen, wie er seine Zukunft plant“, sagt der Manager. Heldt weiß aber, „dass wir da in sehr großer Konkurrenz zu anderen Klubs stehen“. Deshalb sei es auch durchaus legitim, dass Farfan und sein Berater sämtliche Möglichkeiten ausloten. „Wir hoffen natürlich, dass er sich für uns entscheidet und bleibt“, sagt Heldt.

Wie Farfans Entscheidung letztlich ausfallen wird, das dürfte tatsächlich eine sehr schwer zu beantwortenden Frage sein. Für Quizspiele völlig ungeeignet.

Quelle: wa.de

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