Spannung vor Schalker Krisengipfel gegen Stuttgart

+
Gut gelaunt in den Krisengipfel: Schalke-Trainer Felix Magath. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Felix Magath hat während seines Engagements auf Schalke immer wieder beklagt, dass dieser Klub im Lande offenbar keinen großen Rückhalt besitze. Von Jens Greinke

Vielleicht sieht man den 57-Jährigen deshalb so oft vor Fernsehkameras, wo er als Vereins-Lobbyist gegen Schiedsrichter-Entscheidungen oder andere Ungerechtigkeiten wettert. Am Sonntagmorgen wird Magath erneut live im TV auftreten. Mal wieder im „Doppelpass“ bei Sport 1, dem Sport-Stammtisch mit Udo Lattek und Frühschoppen-Aura. Es dürfte spannend werden, mit welchen Thematiken sich Magath konfrontiert sehen wird. Und ob die Schiedsrichter heute Nachmittag in der Schalker Arena (15.30 Uhr) eine seiner Meinung nach tadellose Leistung abliefern. Denn etwaige Fehlentscheidungen könnten in dieser Partie tatsächlich dramatische Auswirkungen haben. Schließlich empfängt der Vorletzte Schalke den Letzten aus Stuttgart.

Während die Schwaben die aktuelle Krise zum Anlass nahmen, sich von Cheftrainer Christian Gross zu trennen, setzen die Gelsenkirchener trotz ähnlicher Nöte auf Kontinuität. Wahrscheinlich auch gezwungenermaßen. Denn eine Trennung von Magath und seinem Stab wäre finanziell derzeit wohl gar nicht machbar für den chronisch klammen Klub, da Magath noch einen Vertrag bis 2014 besitzt und zu den Großverdienern auf dem Berger Feld gehört. So dürfte seine Position im Klub selbst im Falle einer weiteren heute Niederlage nicht in Frage gestellt werden.

Doch diese Möglichkeit zieht der 57-Jährige sowieso nicht in Betracht, er gibt sich vor dem Krisengipfel äußerst siegessicher. „Wir werden gegen voll auf Sieg spielen, denn für uns geht es ganz klar darum, die letzten Plätze zu verlassen und ins Mittelfeld vorzudringen“, sagt Magath. Zudem sieht er für seine Mannschaft einen Vorteil durch den Trainerwechsel bei den Schwaben, die nun vom bisherigen Assistenz-Coach Jens Keller betreut werden: „In zwei Tagen kann der neue Trainer nicht allzu viel verändern, deshalb haben wir gute Chancen zu gewinnen.“

Personell kann Magath zumindest wieder auf einen Einsatz von Joel Matip hoffen. Der Defensiv-Mann war im Verlauf der Woche wegen hohen Fiebers ins Krankenhaus eingeliefert worden, stand aber bereits am Donnerstagnachmittag wieder im Training. „Das Fieber ist weg. Ich fühle mich gut“, sagt der 19-Jährige. Ausfallen wird hingegen höchstwahrscheinlich Ivan Rakitic. Der Kroate hatte im U 21-Länderspiel gegen Spanien am Dienstag einen Tritt ins Gesicht bekommen. Rakitic verlor dabei zwei Zähne und war zwei Tage in Zagreb behandelt worden.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare