Schalkes Manager Heldt dementiert Millionenangebot für Neuer

+
Nicht nur Horst Heldt (links) fände es gut, wenn Manuel Neuer weitaus mehr als die 150 Spiele absolvieren würde, die er bislang für Schalke bestritten hat. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Horst Heldt ist zwar noch nicht allzu lange im Verein, doch hat er in der Vergangenheit bereits als Außenstehender bemerkt, „dass die Taschenrechner hier schon immer geglüht haben, oder?“. Von Jens Greinke

Deshalb nimmt der Schalker Manager die finanziellen Spekulationen, die es nach dem Einzug der Mannschaft ins Halbfinale der Champions League gegeben hat, auf die leichte Schulter. Heldt steht in den kommenden Wochen jedenfalls mehr Geld zur Verfügung, als er vor nicht allzu langer Zeit geglaubt hatte, genau nachgerechnet habe er es noch nicht. Die ersten Tranchen seien von der Uefa bereits gezahlt worden, wie viel unter dem Strich herauskomme, bliebe abzuwarten: „Es gibt fixe Zahlungen wie Antritts- oder Siegprämien. Was wir aber letztlich aus dem Marketing-Pool der Uefa erhalten, können wir nur schätzen.“ Insgesamt werden die Schalker auf über 50 Millionen Euro allein aus der Königsklasse kommen, hinzu kommen nochmals sieben Millionen Euro für den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Jede Menge Kohle, wie man im Ruhrgebiet zu sagen pflegt.

Weshalb sich schon Menschen außerhalb des Vereins Gedanken machen, wie das viele Geld wieder unter die Leute gebracht werden könnte. Gestern vermeldete die „Bild“-Zeitung, dass Schalke Torwart Manuel Neuer ein „Weltklasse-Angebot“ gemacht habe: Sollte der Nationalkeeper seinen Vertrag in Gelsenkirchen vorzeitig um drei Jahre verlängern, würde ihm der Klub dies mit einer Zahlung von 21 Millionen Euro versüßen. Horst Heldt zog die Stirn in Falten und sagte: „Ich habe hier im operativen Geschäfts das Sagen. Wenn dem so wäre, wie es berichtet wird, müsste ich davon wissen.“ Der Schalke-Manager bestätigte lediglich, „dass wir weiter mit Manuel verhandeln und alles dafür tun, um ihn über die Vertragslaufzeit bis 2012 hinaus an den Verein zu binden“.

Das Geld, das die Schalker in den Pokal-Wettbewerben bislang verdient haben, dürfte auf alle Fälle dafür sorgen, dass der Klub in Sachen Personalplanung bessere Karten hat als noch vor ein paar Wochen. Auch die Außendarstellung des Vereins könnte sich als unbezahlbar erweisen. „Der jetzige sportliche Erfolg hilft uns in Sachen Personalplanung erst einmal nicht“, sagt Heldt zwar, ergänzt aber: „Aber solche Abende wie am Mittwoch beim Triumph über Inter Mailand sind schon beeindruckend für jeden Spieler, der auf dem Platz steht oder vor dem Fernseher sitzt“, sagt Heldt. Dass Raúl nachher von einem „der emotionalsten Momente“ seiner lange Karriere gesprochen habe, dürfte aus PR-Sicht für die Schalker ebenfalls Gold wert sein.

Trainer Ralf Rangnick freut sich derweil weiter darüber, „dass wir in der Liga befreit aufspielen können“. So auch heute (18.30 Uhr) beim weiterhin abstiegsgefährdeten Werder Bremen. Der neue Schalker Coach hofft, dass die Schalker auch in der Bundesliga ihrer Siegesserie fortsetzen. Zumal jeder weitere Erfolg der Mannschaft mehr Selbstbewusstsein geben würde. Und davon können die Schalker in den kommenden Wochen gar nicht genug haben.

Es gibt schließlich noch einiges zu gewinnen in dieser Saison.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare