Schalker Schaulaufen: 5:0-Erfolg gegen Larnaca

NIKOSIA ▪ Ein paar Tage bei herrlichem Wetter auf einer schönen Urlaubsinsel und ein nie gefährdeter 5:0 (3:0)-Erfolg: Der Ausflug des FC Schalke 04 zum Europa-League-Spiel gegen AEK Lanarca nach Zypern muss als rundum gelungene Sache bezeichnet werden.

„Ich denke, dass wir sehr konzentriert an das Spiel herangegangen sind. Wir haben gezeigt, dass wir in dieser Gruppe weiterkommen wollen“, sagte Trainer Huub Stevens nach der Partie. Durch diesen Erfolg verteidigten die Schalker ihren ersten Tabellenplatz in der Gruppe J und halten Kurs auf die nächste Runde.

Der Gegner war für die Schalker Mannschaft kein Hindernis, das wurde schnell deutlich. Den Zyprioten fehlte es schlichtweg an Qualität. So hatte die Partie, die von Larnaca in das GSP-Stadion in der Hauptstadt Nikosia verlegt worden war, vor der dürftigen Kulisse von 6 000 Zuschauern eher den tristen Charakter eines Testkicks. Die Gastgeber spielten, wie von Huub Stevens vermutet, aus einer kompakten Abwehr heraus und lauerten auf schnelle Gegenstöße, die allerdings über weite Strecken ausblieben. Lars Unnerstall, der den verletzten Ralf Fährmann im Schalker Tor vertreten durfte, hatte bei seiner Premiere in der Europa League so gut wie nichts zu tun. In der 55. Minute hatte er den ersten Schuss zu parieren, was ihm tadellos gelang.

Nach etwas zähem Beginn der Schalker, die über 20 Minuten vergeblich versucht hatten, eine Lücke in der Defensive von Larnaca zu finden, war es eine Einzelaktion von Lewis Holtby, die den Bann brach. Der Nationalspieler tanzte an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler aus, zog mit links ab und traf zum 1:0. In der 35. Minute köpfte Klaas-Jan Huntelaar nach einer Flanke von Christian Fuchs völlig unbedrängt zum 2:0 ein. Und schließlich leitete eine Ecke von Fuchs in der 40. Minute das 3:0 durch einen Kopfball von Joel Matip ein. Drei Torversuche, drei Treffer – effektiver ging es kaum. „Nach dem 3:0 haben wir Spieler schonen und anderen Spielrhythmus geben können“, so Stevens. Die vom Schalker Coach neu formierte Defensive konnte sich in Nikosia kaum beweisen. Für Christoph Metzelder war Matip in die Viererkette gekommen. Der Kameruner bildete mit Kyriakos Papadopoulos die Innenverteidigung, dafür rückte Benedikt Höwedes auf den rechte Seite.

Die Schalker taten im zweiten Durchgang nicht mehr als nötig, ohne dass die Gastgeber dies nutzen konnten. Torszenen im Schalker Strafraum blieben selten. Dagegen nutzten die Gäste kurz vor Schluss noch zwei Unachtsamkeiten von Lanarca: Zunächst schob Julian Draxler nach Flanke von Höwedes zum 4:0 ein (87.). Und wenige Sekunden nach Wiederanstoß nutzte Huntelaar einen katastrophalen Rückpass zu seinem zweiten Treffer. Damit war der höchste Auswärtssieg des FC Schalke 04 in einem Europapokal-Wettbewerb perfekt. Während beim Schlusspfiff tausende Nachtschwärmer und andere Insekten noch durchs gleißende Flutlicht schwirrten, hatten viele der zypriotischen Zuschauer das Stadion zu diesem Zeitpunkt schon enttäuscht verlassen. „Das 5:0 tat weh“, sagte Larnacas Trainer Ton Caanen.

Von Jens Greinke

Quelle: wa.de

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