Knappen wollen in Wolfsburg die Bilanz aufpolieren

GELSENKIRCHEN - Horst Heldt plagt sich derzeit wie viele Menschen mit einem Infekt herum, was den Fußball-Manager aber nur am Rande zu stören scheint. Wichtiger ist für den 43-Jährigen die Genesung der Bundesliga-Mannschaft des FC Schalke 04, die zuletzt das ein oder andere Krankheitssymptom weniger gezeigt hat als in den Wochen zuvor.

Von Jens Greinke

Das 1:1-Remis bei Galatasaray Istanbul und der 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf stützen bei den sportlich Verantwortlichen die Diagnose, dass des mit dem Patienten Schalke 04 allmählich wieder besser geht. Dieser Trend soll am Samstag im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg fortgesetzt werden. Zwar ist die bisherige Auswärtsbilanz der Schalker bei den Wölfen äußerst dürftig, da in 15 Spielen an der Aller bislang erst ein einziger Sieg (2003) glückte. Doch für den aktuellen Trainer Jens Keller ist das kein Problem: „Die Statistik interessiert mich nicht.“

Relevanter für den 42-Jährigen ist das schon die Personalsituation innerhalb seines Kaders, die weiterhin angespannt ist. Roman Neustädter kehrte nach seinem grippalen Infekt zwar am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück, doch dafür musste Marco Höger passen, der zuletzt Atsuto Uchida (Muskelfaserriss) auf der Rechtsverteidiger-Position ersetzt hatte. Weiterhin ausfallen wird Christian Fuchs (Rückenbeschwerden). „Ich gehe nicht davon aus, dass er zur Verfügung stehen wird“, sagt Keller.

Ob Ibrahim Afellay, der sich im Trainingslager in Doha einen Muskeleinriss zugezogen hat, überhaupt noch einmal in den Schalker Kader zurückkehren wird, scheint derzeit mehr als fraglich. Der niederländische Nationalspieler, den die Schalker bis Ende der Saison vom FC Barcelona ausgeliehen hatten, durchläuft seine Reha derzeit in den Niederlanden und in Barcelona. Der Kontakt zum FC Schalke 04 ist derzeit mehr als dürftig. „Ich würde mir natürlich wünschen, dass er mal zu einem Heimspiel nach Gelsenkirchen kommen würde, aber Ibrahim macht es einfach zu schaffen, dass er der Mannschaft derzeit nicht helfen kann“, sagt Heldt. Einmal sei Afellay sogar schon auf dem Weg zur Arena gewesen. „Er war auf der Autobahn Richtung Gelsenkirchen, hat die Fahrt dann aber abgebrochen“, berichtet Heldt. Schalkes Manager versucht zwar Verständnis für den Niederländer aufzubringen, sagt aber auch: „Er hilft uns auch nicht durch seine Abwesenheit.“

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