Nach Remis gegen Union

Nach Aussprache mit den Ultras: Folgt nun die Entladung auf Schalke? Rönnow zeigt Verständnis

Die Ultras von Schalke 04 hatten es am vergangenen Wochenende angedroht. Geht S04 in Dortmund unter, so droht ein Konflikt. Frederik Rönnow zeigt Verständnis.

Update vom 24. Oktober, 20:01 Uhr: Folgt nach der Drohung der Ultras nun Konsequenzen? Am vergangenen Wochenende hatte die Fan-Gruppierung die Schalker Mannschaft zur Rede gestellt und eine Reaktion im Revierderby gegen Borussia Dortmund gefordert. Die jedoch blieb am Samstagabend zu weiten Teilen aus.

VereinFC Schalke 04
TrainerManuel Baum
StadionVeltins Arena

Spiel zerstören anstatt Fußball spielen. Lange hatte das gegen den BVB funktioniert. Dann kamen Manuel Akanji, Erling Haaland und Mats Hummels. Schalkes Torhüter Frederik Rönnow kann die Reaktion der Ultras verstehen. „Wir haben die Botschaft verstanden, der genaue Wortlaut ist da meiner Ansicht nach nicht so wichtig“, so Rönnow in der Sport Bild.

90 Minuten später in Dortmund droht nun ordentlich Zündstoff zwischen den Ultras und dem Schalker Kader - erneut deutlicher Aussprache inklusive. Eine Reaktion der Ultras blieb bislang aus.

Schalke 04: Fanforscher verurteilt Ultras wegen Drohung: „Geht zu weit“

Update vom 19. Oktober, 16.45 Uhr: Trotz des 1:1-Remis gegen Union Berlin sahen sich die Spieler des FC Schalke 04 mit einigen Fans vor der Veltins Arena konfrontiert. Der Grund: Das anstehende Revierderby gegen Borussia Dortmund und die Angst der Fans, im Stich gelassen zu werden. Die Worte waren deutlich - und vielleicht gar zu direkt, wie Fanforscher Gunter A. Pilz analysiert.

„Das geht zu weit“, befand Pilz im Gespräch mit den Funke Mediengruppen. Zudem sieht Pilz eine rote Linie überschritten: „Ich kann mir gut vorstellen, dass so eine Situation einschüchternde Wirkung auf junge Spieler hat. Das kann sogar gestandene Profis einschüchtern.“ Zudem forderte der Fanforscher von der Führungsetage, sich nun schützend vor die Spieler zu stellen.

Schalke: Ultras stellen Mannschaft vor Derby beim BVB zur Rede

Gelsenkirchen - Seit 20 Bundesliga-Spielen ist der FC Schalke 04 mittlerweile sieglos. Die Negativserie der Königsblauen hält weiter an - und veranlasst die Schalker Ultras zum Handeln. Nach dem Remis gegen Union Berlin am Sonntagabend versammelten sich rund 80 Anhänger vor der Veltins Arena und wollten die Mannschaft sprechen. Die war gesprächsbereit.

Für den FC Schalke 04 steht nicht weniger als die Ehre auf dem Spiel am kommenden Wochenende. Beim Revierderby gegen Borussia Dortmund droht das nächste Fiasko, sollte sich Königsblau ähnlich hängen lassen wie in den vergangenen Monaten. Die 0:4-Klatsche beim BVB im Mai steckt den Schalker Ultras noch tief in den Knochen. So sehr, dass sie nun den regen Austausch mit den Verantwortlichen suchten.

Schalke 04: Ultras stellen Mannschaft vor Revierderby gegen den BVB zur Rede

„Das war okay heute, ihr müsst aber fürs Derby noch ein paar Prozente mehr draufpacken“, forderte der Wortführer der Ultras laut Sport1. Die Schalker Spieler, die sich nach rund einer Stunde zusammen mit Trainer Manuel Baum stellten, hörten aufmerksam zu.

Wohlwissend um die Schwere der Aufgabe beim BVB am Samstag, wenn der aktuelle Vorletzte der Liga auf den Tabellen-Dritten trifft. „Das Derby ist das wichtigste Spiel im Jahr. Ihr geht da raus und gebt alles. Das kann man verlieren, es kommt aber auf die Art und Weise an“, stellten die Ultras klar.

In friedlicher Atmosphäre mit ordnungsmäßig getragenem Mund-Nasen-Schutz in Zeiten der Coronavirus-Pandemie richteten die Ultras zugleich eine leise Warnung an die Mannschaft. „Wenn ihr euch nicht mindestens so präsentiert wie heute, dann sehen wir uns wieder. Dann wird es aber nicht so friedlich. Ist das angekommen?“, so der Wortführer der Ultras. Über die Drohung an die Spieler berichtet auch Ruhr24.de*.

Schalke 04: Ultras stellen Mannschaft zur Rede - Riether zeigt Verständnis

Ob die Aussprache zwischen Ultras und dem Schalker Kader Wirkung zeigt, wird sich am kommenden Samstag in Dortmund zeigen. Lizenzspielerchef Sascha Riether zog zumindest ein positives Fazit. „Das war eher motivierend. Es gab eine Aussprache. Die Fans haben uns für das Derby heiß gemacht“, wird Riether von Sport1 zitiert.

Auf Schalke herrscht derzeit wenig Hoffnung auf Besserung. Drei positive Ansätze ließen sich jedoch am Sonntag gegen Union Berlin erkennen. Sascha Riether zeigte deshalb Verständnis für den Unmut der Ultras. „Das ist Druck, der raus muss. Das ist verständlich. Normal können die Fans den im Stadion rauslassen“, so Riether. *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa/picture alliance

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