Schalke-Trainer Stevens freut sich auf Wiedersehen mit Landsleuten

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Die Schalker – hier Lewis Holtby – wollen in die Erfolgsspur zurückkehren.

NIKOSIA - Klaas-Jan Huntelaar unterlief ein sympathischer Versprecher, als er vor dem Abflug nach Zypern zum kommenden Gegner des FC Schalke 04 befragt wurde. „Also über Lacarna“, sagte der holländische Stürmer über AEK Lanarca, „da wissen wir bislang nicht allzu viel.“

Gut vier Stunden Flugzeit später war in dieser Beziehung ein wenig Abhilfe geschaffen worden. Schalke-Trainer Huub Stevens hatte während der langen Reise in Richtung Zypern für sich und seine Mannschaft die wichtigsten Informationen über den AEK Larnaca gesammelt. Fazit: „Wir werden auf eine Mannschaft treffen, die in nicht so guter Verfassung scheint, vor der aber dennoch Vorsicht geboten ist“, sagt Stevens. Die Zyprioten, die ihr jüngstes Liga-Spiel am Wochenende gegen Enosis Neon Paralimni noch mit 0:2 verloren hatten, hatten es in der Qualifikation für die Europa League unter anderem geschafft, den ehemaligen Champions-League-Teilnehmer Rosenborg Trondheim aus dem Weg zu räumen. Schalkes Trainer erwartet heute im GSP-Stadion in Nikosia „eine kompakt stehende Mannschaft, die mit schnellen Leuten nach vorne spielt.

Für die beiden Holländer Stevens und Huntelaar verspricht das Gruppenspiel heute Abend in Zyperns Hauptstadt Nikosia auch aus einem anderen Grund ein sehr interessantes zu werden. Denn der AEK ist fest in niederländischer Hand. Die sportlichen Geschicke werden von Trainer Ton Caanen und Manager Jordi Cruyff, dem Sohn von Oranje-Legende Johan, gelenkt. Und im Kader stehen mit dem Ex-Wolfsburger Kevin Hofland, Gregoor van Dijk, Edwin Linssen und Tim de Cler gleich vier weitere Landsleute. „Ich freue mich darauf, diese Jungs wiederzusehen“, sagt Stevens.Laut Stevens haben die Schalker Spieler nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslauten am Samstag im Training eine „gute Antwort gegeben“. Der Coach legte in dieser Woche besonders viel Augenmerk auf die taktische Schulung der Mannschaft, am Dienstag hatte der 57-Jährige die Spieler fast wie Schachfiguren auf dem Trainingsplatz bewegt. „Ich hoffe, dass die Spieler aus den Fehlern, die ihnen gegen Kaiserslautern unterlaufen sind, gelernt haben“, so Stevens. Beim 1:2 hatte vor allem das Defensiv-Verhalten des Teams zu wünsschen übrig gelassen. Das Umschalten hatte selten funktioniert, in der Abwehr hatten immer wieder großen Lücken geklafft. Außenverteidiger Christian Fuchs ist sich sicher, dass die Spieler die richtigen Schlüsse gezogen haben: „Wir haben die wichtigen Themen in einer Sitzung angesprochen und wissen, worauf es ankommt.“

Auf Zypern will Huub Stevens mit der Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Niederlage gegen Kaiserslautern war ein unerwarteter Dämpfer für den Holländer gewesen, der seine zweite Amtszeit kurz zuvor recht erfolgreich begonnen hatte. Ein Auswärtssieg über Larnaca würde die Chancen auf den Einzug in die nächste Runde deutlich verbessern. Das Stevens-Team führt die Tabelle der Gruppe J derzeit mit vier Punkten an.

Zudem dürfte ein Sieg auf Zypern auch das Selbstvertrauen der Mannschaft wieder etwas aufpolieren. Selbstvertrauen, das am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen wichtig werden könnte.

Quelle: wa.de

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