Schalke strebt nächsten positiven Schritt an

GELSENKIRCHEN ▪ Gestern Nachmittag machte sich der Schalker Tross zu einer längeren Reise auf. Die Fahrt führte zwar nur nach Frankfurt, wo am Samstag die Eintracht zum Bundesligaspiel (15.30 Uhr, live auf Sky) wartet.

Von Jörg Strohschein

Da die Königsblauen aber am Dienstagabend im DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt antreten müssen, nutzt Trainer Felix Magath die Gunst der Stunde, um seine Spieler längere Zeit beieinander zu belassen. „Es ist ganz sinnvoll, dass die Mannschaft länger zusammenbleibt. Durch die vielen Abstellungen zur Nationalmannschaft wird uns zusätzliche Zeit genommen. Deshalb wollen wir uns die Reisen zwischen Gelsenkirchen und Frankfurt sparen“, sagt der 57-Jährige. Magath will offenbar am Teamgeist seiner Elf feilen und die vielen unterschiedlichen Nationalitäten in der Mannschaft enger zusammenführen.

Auch das ist ein teil des Umbruchs, den der Trainer immer wieder in den Blickpunkt seiner Arbeit stellt. Auf dem Feld hatte es das Zusammenspiel zuletzt gegen Hapoel Tel Aviv in der Champions League deutlich harmonischer als in den Vorwochen gewirkt. Allerdings waren die Israelis auch kaum mehr als ein Sparringspartner. Eintracht Frankfurt dürfte die Schalker auf eine größere Kraftprobe stellen, was wohl auch Magath so sieht. „Wir haben in dem Spiel gegen Tel Aviv sicher weniger Kraft gebraucht als gegen Benfica Lissabon“, sagte er. Dieser Verschleiß hatte sich nur drei Tage später überaus deutlich widergespiegelt, als seine Mannschaft mit einer enttäuschenden Leistung beim 1.FC Nürnberg verlor.

Doch Magath hofft, dass seine Profis die anstehende Aufgabe ernsthafter angehen werden. „Jeder weiß mittlerweile, wie wichtig diese Partie für uns ist.“ Der 16. Tabellenplatz schwebt wie eine dunkle Wolke über dem Klub. Soll den Schalkern noch eine Aufholjagd in der Liga gelingen, müssten sie schleunigst damit beginnen. Die Ausgangslage erscheint Magath dafür recht akzeptabel zu sein, weil „wir vor dem Lissabon-Spiel einen sehr engen Terminkalender hatten. Da war der Druck größer. Die Situation ist jetzt ein wenig entspannter.“

Und auch die Entwicklung der einzelnen Mannschaftsteile scheint ihn zu beruhigen. Nicht allein die spielerischen Möglichkeiten, die gegen Hapoel aufblitzten, stimmen den Trainer hoffnungsvoll. „Wir sind in der Abwehr stabiler geworden, Mittelfeld und Angriff harmonieren besser“, sagt er. „Aber niemand weiß, wie lange der Umbruch dauern wird.“ In Frankfurt wollen die Schalker einen positiven Schritt in die Zukunft machen. Dabei muss Magath auf die Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann und Peer Kluge verzichten. Baumjohann leidet an einer Erkältung, Kluge an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung.

Quelle: wa.de

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