Niederlage in Freiburg

Fährmann patzt: Schalke stellt Negativ-Startrekord ein

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Amine Harit (rechts) und Schalke 04 kassierten in Freiburg die nunmehr fünfte Liga-Pleite.

Schalke 04 stellt seinen Negativ-Startrekord ein. Bei der Pleite in Freiburg patzt Keeper Ralf Fährmann.

Freiburg - Das Horror-Szenario ist perfekt. Schalke 04 hat seinen Negativ-Startrekord mit fünf Niederlagen vor zwei Jahren eingestellt. Das Team von Trainer Domenico Tedesco unterlag beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0) und bleibt damit als einziges Team in der Bundesliga ohne Punkte.

Tedesco ging im Schwarzwald hohes Risiko. Nicht nur, dass er seine Startelf im Vergleich zum 0:2 gegen den FC Bayern auf sechs Positionen verändert. Er überraschte darüber hinaus und ließ Naldo (36) zum ersten Mal in seiner königsblauen Amtszeit auf der Bank. „Es ist die zweite englische Woche mit wenig Regeneration, es geht um die Frische“, erklärte der Chefcoach: „Wir wollen, dass Naldo uns lange erhalten bleibt, deshalb pausiert er.“

Teucherts Treffer aberkannt

Diese Entscheidung brachte auf die Umstellung von Dreier- auf Viererkette mit sich, in der Hamza Mendyl als Linksverteidiger auflief. Neben dem Marokkaner waren Nabil Bentaleb, Suat Serdar, Yevhen Konoplyanka, Amine Harit und Cedric Teuchert neu im Team.

Beinahe machte sich diese offensive Ausrichtung früh bezahlt. Nachdem SC-Keeper Alexander Schwolow gegen Serdar und Breel Embolo pariert hatte, drückte Teuchert die Kugel nach fünf Minuten über die Linie. Schalke jubelte, der Treffer wurde bereits auf der Stadion-Leinwand abgespielt, bis das Signal aus Köln kam: Das Tor wurde wegen einer Abseitsstellung zu Recht aberkannt.

Schalke am Boden: Auch gegen Freiburg ist nichts zu holen

Das war für eine sehr lange Zeit auch die einzige Offensivaktion der Königsblauen. Die Partie spielte sich über weite Strecken zwischen den Strafräumen ab. Auch, wenn die Freiburger ganz vorne auch nicht kaltschnäuzig waren. Selbst dann nicht, wenn die Schalker die Hausherren dazu einluden. Vor allem Salif Sané und Mendyl waren oft ein Unsicherheitsfaktor. Der SC nutzte das jedenfalls nicht aus. Die größte Möglichkeit vergab Marco Terrazzino, der aus 20 Metern knapp über das Gehäuse schoss (10.). Ansonsten trat Freiburgs Angriffsreihe um Nils Petersen nicht in Erscheinung.

Zweimal Pfosten

Den Knappen waren indes Bemühen, Einsatz und Bereitschaft einmal mehr nicht abzuschreiben, im Vorwärtsgang war allerdings zu viel Stückwerk dabei. Dennoch wurde es vor dem Seitenwechsel noch zweimal gefährlich mit zwei Pfostentreffern – erst von Mendyl aus 16 Metern halbrechter Position (41.), kurz darauf war es ein Freistoß aus dem Mittelfeld von Daniel Caligiuri (45.+2).

Den Schock folgte für die Tedesco-Elf kurz nach Wiederbeginn: Freiburg erhöhte den Druck und jubelte. Großen Anteil daran hatte Keeper Fährmann, der einen 22-Meter-Schuss von Christian Günter ungeschickt nach vorne abprallen ließ. Florian Niederlechner bedankte sich und bewies, dass er der Schalke-Experte auf Seiten des SC ist: Alle nun mehr vier Freiburger Tore gegen Königsblau seit dem Wiederaufstieg 2016 gehen auf sein Konto.

Beinahe hätte Terrazzino sogar per Kopf erhöht (58.), ehe die Königsblauen um eine Antwort bemüht waren. Mehr als ein 20-Meter-Freistoß von Matija Nastasic (63.), der über das Tor ging, hatten sie nicht mehr im Angebot. Ansonsten: zu viel brotlose Kunst.

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Quelle: wa.de

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