Schalke springt auf Rang zehn

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Jefferson Farfan erzielte in Mainz nach einer halben Stunde das goldene Tor. ▪

MAINZ ▪ Felix Magath sah ein wenig durchgefroren aus, als er ein paar Minuten nach dem Spiel beim FSV Mainz 05 seine Einschätzungen zu dem 1:0 seiner Mannschaft im Bruchwegstadion abgeben sollte. Von Jörg Strohschein

„Es ist kalt geworden hier, nach dem Spiel“, sagte der Trainer des FC Schalke 04 und war trotz der unangenehmen Temperaturen bestens gelaunt. „Wir haben einen sehr guten Auftritt hingelegt und waren die bessere Mannschaft“, urteilte der 57-Jährige zufrieden. Tatsächlich hatten seine Spieler die Partie dominiert und anders als in den Vorwochen, als die Schalker nur wenige Tage zuvor in der Champions League antraten und danach zumeist Probleme hatten, eine vor allem in der Defensive ansprechende Leistung gegen die Mainzer gezeigt.

Dass sie ihre Leistung mit einem Erfolg krönten, hatten sie zum einen Jefferson Farfan zu verdanken, der den entscheidenden Treffer (30.) erzielte. Zum anderen bewahrte Manuel Neuer die Schalker mit einem abgewehrten Elfmeter gegen André Schürrle, den er zuvor gegen Adam Szalai selbst verursacht hatte, vor einem Gegentreffer. Im Anschluss hatten die Schalker Glück, als Metzelder Szalais Nachschuss mit dem Oberschenkel glücklich gegen die Torlatte abwehrte. Es war die beste, aber auch nahezu einzige Tormöglichkeit der Rheinhessen an diesem Abend.

Ansonsten dominierten die Schalker die Partie und raubten den Mainzern vor 20 300 Zuschauern den Nerv, indem sie den Spielaufbau nachhaltig störten. „Wir waren einfach zu fehlerhaft und zu langsam im Spielaufbau und konnten unser Spiel nicht so wie gewohnt aufbauen“, sagte Co-Trainer Arno Michels, der seinen Grippe kranken Chef Thomas Tuchel vertreten musste. Mainz-Verteidiger Christian Fuchs gestand ein: „Die Schalker haben uns den Schneid abgekauft.“ Allein die Tatsache, dass die Westfalen bereits frühzeitiger in Führung hätten gehen müssen, trübte ein wenig die kollektive Zufriedenheit. Klaas-Jan Huntelaar scheiterte nach sieben Minuten ebenfalls vom Elfmeterpunkt. „Insgesamt bin froh, dass wir drei Punkte gemacht und die Abstiegsregionen verlassen haben“, sagte Magath. Mit Tabellenposition zehn hat sein Team die beste Platzierung der laufenden Saison eingenommen.

Auch wenn das Aufbauspiel der Königsblauen vor allem in der zweiten Hälfte noch einige Mängel und Unkonzentriertheiten aufwies, so hat sich die Stabilität des gesamten Teams erhöht. Drei Siege in den vergangenen acht Tagen dürften dem Team zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben. „Die Entwicklung der Mannschaft geht weiter, darüber bin glücklich“, sagte der Trainer.

Wie es allerdings bei der erhofften Vertragsverlängerung von Manuel Neuer weitergehen könnte, wollte oder konnte Magath nicht näher sagen. „Ich weiß gar nicht was solche Ratschläge von Außen sollen, dass Manuel jetzt ins Ausland wechseln soll. Er hat sich in Schalke zu einem Weltklassetorhüter entwickelt und hat auch früher noch selbst in der Fankurve gestanden. Das ist doch einmalig“, sagte der Trainer.

Quelle: wa.de

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