Schalkes Remis beim Club

Warum Schneider trotz des Rückschritts in Nürnberg zuversichtlich bleibt

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Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Schalke tritt die Heimreise aus Nürnberg mit einem sehr glücklichen Punkt an. Sportvorstand Jochen Schneider will die Zuversicht aber nicht verlieren.

Nürnberg - Die vergangenen zwei Partien hatte Schalke 04 verloren - im Pokal gegen Bremen sowie in der Bundesliga gegen Frankfurt. Dennoch applaudierten die königsblauen Anhänger der Mannschaft, weil sie Einsatz und Leidenschaft gezeigt hatte.

Anders war es nach dem glücklichen 1:1 am Freitagabend im wichtigen Keller-Duell beim 1. FC Nürnberg. "Außer Nübel könnt ihr alle gehen", skandierten die mitgereisten Fans lautstark. Weil die Königsblauen ohne den bärenstarken Keeper Alexander Nübel wohl nicht mal mit diesem einen Zähler im Gepäck Heim gefahren wäre.

Eine Tatsache, die zeigt, wie unterlegen Schalke dem Club eigentlich war. Nicht umsonst war Boris Schommers zu Recht "stolz, dass der 1. FC Nürnberg es geschafft hat, gegen Schalke 04 so ein Spiel abzuliefern", meinte der Club-Coach: "Das ist schon beachtlich."

Nübel bewahrt Schalke vor Schlimmerem

Und sollte dem krass abgestürzten Vize-Meister zu denken geben. Dennoch versuchen die Knappen, die Zuversicht nicht zu verlieren. "Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir anders auftreten können", meinte Sportvorstand Jochen Schneider mit Blick auf die Partien gegen Bremen und Frankfurt. "Das war ein Rückschritt in der Leistung. Am Ende können wir uns bei Alexander Nübel bedanken, dass wir überhaupt die Chance zum Ausgleich hatten. Das ist das einzig positive."

Daher konnte Schneider genauso wie alle anderen Schalker Protagonisten die Reaktion der Fans auch nachvollziehen. "Dass so etwas nicht schön ist, ist unbestritten", sagte der 48-Jährige. "Nach so einer Leistung muss man das aber mal aushalten können, Das war nichts von uns, da muss man für die Fans Verständnis haben."

Remis im Kellerduell – Schalke nur 1:1 in Nürnberg

Erklärungen für diesen mut- und ideenlosen Auftritt hatte nach den aus königsblauer Sicht enttäuschenden 90 Minuten niemand parat. Aber sie wussten: "Wir müssen mit dem Punkt völlig zufrieden sein", sagte Guido Burgstaller.

"Nürnberg war 70 Minuten besser"

Denn irgendwie reichte es für die Knappen nach dem Rückstand durch den eingewechselten Yuya Kubo (82.) nur kurze Zeit später durch Matija Nastasic noch zum Ausgleich. Der Verteidiger lenkte einen Schuss von Omar Mascarell ins Tor von Christian Mathenia ab. "Nürnberg hat sehr gut gespielt. Sie waren fast 70 Minuten besser", räumte Burgstaller ein.

Zumal der Club eine höhere Ausbeute hätte erzielen müssen. "Schuld" waren ihre mangelhafte Chancenverwertung sowie ihrer Ansicht auch Referee Robert Kampka. Hanno Behrens (43. Minute) spitzelte nach einer verunglückten Ballannahme von Schalkes Daniel Caligiuri am Torraum den Ball vor Nübel vorbei und erzielte die vermeintliche Führung. Doch der Schiedsrichter hatte bereits wegen vermeintlichen Foulspiels abgepfiffen. Zu Unrecht.

Kommentar: Diese Schalker Mannschat hat nichts begriffen

"Aus meiner Sicht wird uns ein reguläres Tor weggepfiffen. Ich berühre den Torwart nicht, das Bein ist nicht gestreckt. Das ist ein klares Tor, ich konnte es in dem Moment gar nicht glauben", meinte Behrens zu der umstrittenen Szene.

Club wegen Fehlentscheidung verärgert

Schommers kritisierte: "Das ist eine klarste Fehlentscheidung, die darf auf diesem Niveau nicht passieren. Unter Ansicht der Bilder spielt Hanno Behrens nur den Ball, berührt Nübel überhaupt nicht. Der Schiedsrichter hat eine gute Sicht."

So kann sich Schalke tatsächlich glücklich schätzen, überhaupt etwas aus Nürnberg mitgenommen zu haben. Ein Wachrüttler sollte es aber dennoch sein. "Wir müssen uns alle den Arsch aufreißen", sagte Burgstaller, "sonst werden wir nicht viele Punkte holen." Womit er Recht haben dürfte.

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Quelle: wa.de

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