Schalke gegen Karlsruher SC gnadenlos effektiv

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Der Karlsruher Steffen Haas (links) stoppt den Schalker Jose Manuel Jurado.

KARLSRUHE - Welches Frustrationspotenzial die gestrige Begegnung zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Schalke 04 gestern Abend beinhaltete, war vielleicht am deutlichsten an José Manuel Jurados Reaktion zu sehen: Der Spanier trat bei seiner Auswechslung eine Wasserflasche voller Wut derart wuchtig und 20 Meter weit weg, dass diese wohl nie mehr zu gebrauchen ist.

Dass die Schalker die Zweitrundenbegegnung im DFB-Pokal trotz einer lange Zeit bedenklich schwachen Leistung beim KSC dennoch mit 2:0 (0:0) gewinnen konnten, hatten sie vor allem ihrer gnadenlosen Effektivität und Lars Unnerstall zu verdanken. Während der Torhüter der Schalker mehrfach einen Rückstand verhinderte, erlösten Klaas Jan Huntelaar und Joel Matip die mitgereisten Schalker Anhänger kurz vor Schluss mit einem Doppelschlag im mit knapp 30 000 Zuschauern ausverkauften Wildparkstadion von ihren Qualen

„Ein souveräner Sieg“, sagte Manager Horst Heldt voller beißender Ironie nach dem Schlusspfiff. „Eine Runde weiter, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Und der ebenfalls unzufriedene Trainer Huub Stevens war der Meinung: „Wir haben das Ziel erreicht. Die Leistung ist nicht mehr relevant. Mund abputzen und nach Hause fahren.“Von der ersten Minute an wirkten die Schalker beinahe desinteressiert an dieser Begegnung. Während der Zweitligist im Rahmen seiner Möglichkeiten mit Einsatz und Leidenschaft versuchte, die spielerische Unterlegenheit gegenüber dem Bundesligisten auszugleichen und eigene Akzente zu setzen, plätscherte das Spiel der Schalker nur so dahin. Die Karlsruher wurden für ihr Engagement allerdings nicht belohnt. Auch sie waren nicht sonderlich torgefährlich, hatten aber durch Delron Buckley nach zwölf Minuten die einzige Chance in der gesamten ersten Hälfte.Das statische Spiel setzten die Schalker auch in der zweiten Hälfte fort. Und erneut hatten sie Glück, dass sie nicht Rückstand gerieten. Gaetan Krebs schloss (62.) einen Konter der Karlsruher unglücklich ab, als der Offensivspieler mit seinem Heber von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter das Tor verfehlte. Und während die KSC-Spieler ihren vergebenen Möglichkeiten noch nachtrauerten, schlugen die Schalker wie aus dem Nichts zu. Christian Fuchs flankte (81.) den Ball in den KSC-Strafraum, der ansonsten blasse Klaas-Jan Huntelaar vollstreckte per Kopf zum 1:0. Einen Freistoß von Jefferson Farfan verwandelte Joel Matip kurz darauf (83.) per Kopf. Ein Schalker Lehrstück in effektivem Fußball.

Quelle: wa.de

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