Knappen im Aufwind

FC Schalke empfängt als nächstes den 1. FC Köln – das könnte peinlich werden

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Schalke-Trainer David Wagner wird nicht müde, auf die Euphorie-Bremse zu drücken.

Für den FC Schalke 04 steht am Samstag ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln an. Der Gegner kommt eigentlich genau zur rechten Zeit – der S04 will glänzen.

Schalke – Der FC Schalke 04 empfängt am Samstag im Topspiel Aufsteiger 1. FC Köln. Eigentlich ein willkommener Gegner, um weiter auf der Erfolgswelle zu schwimmen. Aber das Heimspiel gegen die Geißböcke birgt Gefahren für die Knappen. Es könnte sogar richtig peinlich werden.

Schalke-Trainer David Wagner warnt nämlich nicht umsonst davor, dass man auf Schalke nicht in Euphorie verfallen solle. Nach der verkorksten Saison 2018/19 lechzt man beim S04 nach Erfolgen. Zurzeit gibt es die, Königsblau hat zuletzt eindrucksvoll RB Lepizig im Auswärtsspiel mit 3:1 vom Platz gefegt, steht sogar auf einem internationalen Platz. Es könnte aber auch schnell wieder in die andere Richtung gehen – und da kommt der 1. FC Köln ins Spiel.

Schalke empfängt den 1. FC Köln: Die Schießbude der Bundesliga

"Heute haben wir so verteidigt, wie es der Liga nicht würdig ist", sagte Achim Beierlorzer, Trainer des 1. FC Köln, nach der 0:4-Pleite gegen Hertha BSC. Die Geißböcke mutieren zur Schießbude der Bundesliga. Auf Schalke plant man daher wahrscheinlich schon sichere drei Punkte ein am Samstag. 

Und Tatsache: Schalke-Gegner Köln hat bereits 15 Gegentore in sechs Spielen kassiert, nur Mainz (16) und Aufsteiger Paderborn (17) haben öfter den Ball im eigenen Netz zappeln sehen. Für die Knappen könnte es peinlich werden, wenn sie sich angesichts dieser Ausgangslage den Kölnern nichts einschenken – oder gar die Partie verlieren.

1. FC Köln ist angeschlagen – es könnte eine Trotzreaktion gegen Schalke geben

Denn der Effzeh ist angeschlagen, will unbedingt den Abwärtstrend (ein Sieg, fünf Niederlagen) stoppen und hofft auf gute Reputation im Gastspiel beim FC Schalke 04. Die Knappen müssen gewarnt sein: Die Liga ist noch immer kein Selbstläufer, trotz des guten Starts. "Ich war begeistert von dem Spirit der Jungs. Denen kam in den letzten fünf Minuten das Laktat aus den Augen. Das sind Laktat-Junkies", sagte S04-Coach Wagner nach dem Sieg in Leipzig. Diese Leistung müssen die Königsblauen am Samstag gegen Köln dann aber auch bestätigen. Die Erwartungen steigen automatisch mit der guten Leistung.

FC Schalke 04 gegen 1. FC Köln: Effzeh geht geschwächt in die Partie

Weiterhin spricht eigentlich für Schalke: Die Kölner – aber das macht sie vielleicht gar nicht ungefährlicher, weil es eine Trotzreaktion hervorrufen könnte – durch Ausfälle geschwächt. Defensivspieler Jorge Meré von Aufsteiger 1. FC Köln ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Ligaspiele gesperrt worden. Meré hatte bei der 0:4-Niederlage der Kölner gegen Hertha BSC am Sonntag in der 41. Minute die Rote Karte gesehen und ist nun wegen "rohen Spiels" mit zwei Spielen Sperre belegt worden. Spieler und Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt. Der 22 Jahre alte Spanier fehlt damit beim Gastspiel auf Schalke und im Heimspiel gegen Paderborn. Ebenso fehlt Dominick Drexler, der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler hat sich eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen.

Schalke ist im Vorteil und genau da lauert die Gefahr

Die Vorteile für Samstag liegen also allesamt beim FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln. Die Knappen müssen das aber auch für sich nutzen und dürfen keine Federn lassen gegen die Geißböcke. Sonst könnte es Kritik hageln wie beim Revierrivalen Borussia Dortmund – der BVB lässt nämlich auch gegen vermeintlich schwächere Gegner mal gerne Punkte liegen. Als nächstes könnte das dort am Mittwoch der Fall sein. In der Königsklasse gastiert der Schalker Erzfeind bei Slavia Prag (18.55 Uhr/live im TV). Für Kritik sorgte hingegen auf Schalke das Vorhaben, künftig bei Heimspielen Parkgebühren zu kassieren – erstmals übrigens beim Spiel gegen den 1. FC Köln. Dafür könnte wiederum ein Engagement von Ex-Trainer Domenico Tedesco bei einem anderen Klub die Knappen finanziell entlasten – vielleicht überdenkt man dann auch noch mal die Parkgebühren. maho/dpa

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Quelle: wa.de

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