Im DFB-Pokal gegen Düsseldorf

Schalke droht der Stimmungskiller - Heidel: "Kein Aufgabe-Modus"

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.
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Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Für Schalke 04 ist das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf eine letzte Chance auf den Europapokal. Dabei wächst auch der Druck Sportvorstand Christian Heidel. Gerüchte um Jonas Boldt blendet er aus.

Gelsenkirchen – Der Begriff „letzte Chance“ schmeckt den Protagonisten auf Schalke überhaupt nicht. „Das würde ja bedeuten, dass wir in der Bundesliga keine Ambitionen haben“, erklärte Cheftrainer Domenico Tedesco: „Wir können noch viele Punkte holen, daran arbeiten wir.“ Sportvorstand Christian Heidel betonte ebenso: „Wir werden ja nun die Bundesliga nicht abschenken.“

Und dennoch ist die Chance der Königsblauen, sich über die Meisterschaft bei derzeit neun Zählern Rückstand auf Rang sechs für den Europapokal zu qualifizieren, realistisch betrachtet äußerst gering. Daher dürfte die große Hoffnung auf dem DFB-Pokal liegen, in dem die Königsblauen am Mittwochabend Fortuna Düsseldorf (20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker) zu Gast haben.

Werden die Rheinländer tatsächlich zum Stolperstein, ist nicht nur der „leichteste Weg in den Euroapokal“ (Heidel) beendet, sondern wohl auch die bislang verhältnismäßige Ruhe im Umfeld. Ein potenzieller Stimmungskiller, der den Knappen vor der Liga-Auswärtshürde am Samstag beim FC Bayern alles andere als gelegen käme.

Heidel habe "schon schlimmere Situationen erlebt"

Auch für Heidel. Der Manager steht in seinem dritten Jahr auf Schalke unter Druck wie nie zuvor. Es halten sich hartnäckig Gerüchte um Jonas Boldt – für oder eben mit Heidel. Die Sport Bild berichtete zuletzt von einem geplanten Treffen zwischen Heidel und dem Noch-Sportdirektor von Bayer Leverkusen.

Darauf angesprochen, schüttelte Schalkes Sportvorstand nur den Kopf. „Selbst wenn es so wäre, würde ich das nicht sagen“, erklärte der 55-Jährige. „Man muss damit leben, und ich lebe auch damit.“ Er müsse und werde sich seiner Aufgabe stellen. „Den Aufgabe-Modus gibt es nicht.“

Er habe schon schlimmere Situationen erlebt, als es mit Mainz um die sportliche Existenz ging. „Das ist nicht vergleichbar.“ Dabei räumte er jedoch auch ein: „Schlechte Situationen sind nie angenehm. Wenn ich sagen würde, es prallt an mir ab, wäre es Quatsch.“

Fährmann spielt gegen Fortuna

Dennoch wird ihm bewusst sein, dass es mittel- bis langfristig auch um seinen Posten geht. Ganz gleich, ob er selbst oder der Aufsichtsrat Jonas Boldt kontaktiert. Der Ausgang des Duells mit der Fortuna wird in dieser Frage am Ende nicht entscheidend sein. Aber er dürfte Heidel wie auch dem gesamten Klub etwas Luft zum Durchschnaufen geben. Und die ganz große Unruhe würde erst einmal ausbleiben, wenn Schalke die Chance bewahrt, aus der verkorksten und mitunter schwierigen Saison noch eine zumindest verhältnismäßig erfolgreiche zu machen.

Seinen Teil dazu beitragen will und wird der zuletzt degradierte Ralf Fährmann. Nachdem Alexander Nübel zuletzt die Rote Karte gesehen hatte und in den nächsten zwei Liga-Partien fehlen wird, hätte er gegen Düsseldorf zwischen den Pfosten stehen können. „Ralf wird spielen“, sagte Tedesco. „Das war so besprochen, da stehe ich zu meinem Wort. Alles andere wäre unfair.“ Was nach den mindestens drei Einsätzen des Kapitäns passiert, ließ der Coach offen.

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Quelle: wa.de

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