Schalke dominiert beim Pokalsieg gegen den FSV Frankfurt

+
Schoss das einscheidende Tor: Schalkes José Manuel Jurado.

FRANKFURT - Böse Zungen hatten vor der Partie gespottet, dass Raul erstmals in der laufenden Spielzeit nicht zur Startelf zählte, weil der Spanier nicht zu den Feierwütigen Profis des FC Schalke 04 gehörte.

 Die meisten derjenigen, die nach der enttäuschenden Leistung gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga bei einer Feier in der hessischen Metropole die Nacht zum Tag gemacht hatten, bekamen gestern im DFB-Pokalspiel beim FSV Frankfurt von Trainer Felix Magath die Chance zur Wiedergutmachung. Sie sollten beweisen, dass ausufernde Freizeitaktivitäten nicht zwingend zu Einschränkungen in der Berufsausübung führen müssen.

Nach 1:0 (1:0) gegen den hessischen Zweitligisten und dem gleichzeitigen Erreichen des Achtelfinales dürfte der 57-Jährige allerdings Nachsicht walten lassen und auf Konsequenzen weitgehend verzichten. Denn die Königsblauen hatten zum einen Magaths Forderung nach einem Sieg realisiert. Zum anderen hatten sie die Partie über weite Strecken dominiert und letztlich auch verdient gewonnen. Begünstigt wurde der Verlauf des Spiels aus Sicht der Schalker vom frühen Führungstreffer durch José Manuel Jurado. Der Spanier zirkelte den Ball aus 25 Meter Entfernung ins Tor des FSV (12.). Im Anschluss daran beherrschten die Schalker die Begegnung wenig begeisternd, aber immerhin souverän.

Die Frankfurter Mannschaft von Trainer Hans Jürgen Boysen wirkte sehr lange überaus zurückhaltend in den Zweikämpfen, fast ängstlich im Spielaufbau und erleichterte dem Gegner die Aufgabe ungemein. Die Frankfurter erspielten sich vor 10 470 Zuschauern im ausverkauften Stadion an Bornheimer Hang in der ersten Hälfte nicht eine Tormöglichkeit. Allerdings verpassten es die Königsblauen, bereits frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen. Einzig Klaas-Jan Huntelaar hatte noch eine Möglichkeit, aber er beförderte die Kugel mit dem Kopf nur an die Querlatte.

In der zweiten Hälfte erhöhte der FSV sein Engagement, ohne allerdings die nötige Durchschlagskraft vor dem Tor aufzubringen. Manuel Neuer musste nur einmal ernsthaft gegen Mike Wunderlich klären. Der FSV hatte insgesamt wenig zu bieten und konnte kaum einmal nachweisen, weshalb dem Klub mit derzeit 15 Punkten der beste Saisonstart in der Vereinsgeschichte gelungen ist. Die Schalker können erst einmal durchatmen, weil es ihnen gelungen ist, keine weitere Krisen-Episode zu ihrem Saisonfilm hinzuzufügen. Auch wenn sie in den zweiten 45 Minuten zunehmend kraftlos und fahrig wirkten und kaum noch eine Tormöglichkeit heraus spielten.

Im Dezember, kurz vor Weihnachten, steht die nächste Runde im Pokalwettbewerb an. Bis dahin haben die Schalker noch viel Grundlagenarbeit vor sich. Aber das kennen sie ja bereits aus der Bundesliga. - Jörg Strohschein

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare