Marketing-Vorstand

Wegen Anfeindungen und Bedrohungen: Alexander Jobst verlässt Schalke im Sommer

Personal-Hammer auf Schalke. Marketing-Vorstand Alexander Jobst verlässt die Königslauen im Sommer auf eigenen Wunsch. Der Grund ist wenig erfreulich.

Gelsenkirchen - Das ist der nächste Hammer beim FC Schalke 04! Alexander Jobst, Vorstand Marketing, Vertrieb und Kommunikation bei den Königsblauen, wird den Klub verlassen. Wie die Knappen mitteilten, wird der 47-Jährige sein Amt noch am 30. Juni dieses Jahres niederlegen.

NameAlexander Jobst
Geboren24. September 1973 in Fulda
AusbildungUniversität Bayreuth (2000)

Schalke 04: Marketing-Vorstand Alexander Jobst verlässt Königsblau im Sommer auf eigenen Wunsch

Alexander Jobst habe die Entscheidung des Abschieds vom Gelsenkirchener Traditionsklub laut Sky von sich aus getroffen. Wie es in der Mitteilung von Schalke heißt, habe Alexander Jobst als Grund die anonymen Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen genannt, denen er und auch seine Familie seit einiger Zeit ausgesetzt seien. „Bei allem Verständnis für Ärger, Frust und dabei auch emotional heftige Äußerungen ist für ihn damit eine rote Linie überschritten worden“, schreibt der Verein.

Der Aufsichtsrat habe dem Wunsch daher entsprochen. „Wir verlieren Alexander Jobst nur sehr ungern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und ihm war immer sehr vertrauensvoll und professionell“, wird Aufsichrsratschef Dr. Jens Buchta zitiert: „Der FC Schalke 04 verliert einen überall anerkannten Fachmann, dessen Erfolge für sich sprechen. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft.“ Über die schockierenden Gründe für den Rücktritt von Alexander Jobst berichtet auch Ruhr24.de*.

Alexander Jobst verlässt Schalke 04 vorzeitig - kompletter Vorstand damit ausgetauscht

Seit 2011 arbeitet Alexander Jobst im Vorstand der Königsblauen, er steigerte die jährlichen Vermarktungserlöse zwischenzeitlich auf über 90 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte sich bereits Finanzvorstand Peter Peters nach 27 Jahren aus der Führungsetage verabschiedet, nach dem sportlichen Absturz war zudem Ende Februar Sportvorstand Jochen Schneider gefeuert worden.

Seine Nachfolge tritt der bisherige Nachwuchs-Chef Peter Knäbel an, den Schalke jüngst offiziell zum neuen Sportvorstand bestellte. Im vergangenen Sommer war auch der mächtige Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies zurückgetreten.

Sportlich betrachtet steht Schalke als abgeschlagenes Schlusslicht mit 13 Punkten Rückstand kurz vor dem Abstieg in die 2. Liga, der bald auch rechnerisch besiegelt ist. Nach einem Minus von 52 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020 drücken den Klub 217 Millionen Euro Schulden. Alls Konsequenz der Mega-Schulden stoppte Schalke den Bau des Berger Feldes, dafür soll nach Möglichkeit mehr in die Knappenschmiede investiert werden. *Ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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