Manuel Neuer dementiert Wechselgerüchte

GELSENKIRCHEN/BERLIN Nationaltorwart Manuel Neuer vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hat Wechselgerüchte dementiert und seine Zukunft als völlig offen bezeichnet.

„Das ist Humbug“, antwortete der 24-Jährige auf die Frage, was an dem Gerücht dran sei, dass er sich angeblich schon mit Bayern München über einen Wechsel im kommenden Sommer einig sei. Zu seiner sportlichen Zukunft sagte Neuer: „Natürlich ist sie offen.“ Dass er sich aber Gedanken mache, sei doch ganz normal. „Ich denke, mit dieser Frage setzt sich jeder Profi jedes Jahr auseinander.

Wir waren vergangene Saison Vize-Meister und haben uns für die Champions League qualifiziert. Da war die Perspektive also auf jeden Fall da. Ich habe auch immer gesagt, dass ich bis 2011 auf jeden Fall auf Schalke spielen werde“, so Neuer. Zudem stellte der 13-malige Nationalspieler, der auch in den beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen der DFB-Auswahl heute gegen die Türkei in Berlin und vier Tage später in Kasachstan zwischen den Pfosten stehen wird, klar, dass er sich am vergangenen Wochenende nicht negativ über seinen Klub geäußert habe. „Das stimmt so nicht. Ich habe nur gesagt, dass ich mich nicht wohl fühlen kann, wenn wir auf dem 17. Tabellenplatz stehen“, sagte Neuer.

 Nach der 1:2-Niederlage des Vizemeisters beim 1. FC Nürnberg hatte Neuer erklärt, dass er sich auf Schalke nicht mehr wohl fühle. Dies hatte für viel Wirbel gesorgt. Derweil hat sich Trainer Felix Magath nach dem ersten Ärger über die 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg schützend vor seine Mannschaft gestellt. Vor dem Duell mit dem bislang ebenfalls enttäuschenden Tabellenletzten VfB Stuttgart nahm Magath einen Teil seiner Kritik am Team zurück. „In meiner Enttäuschung war ich zunächst nicht bereit, Entschuldigungen gelten zu lassen. Aber die Mannschaft war in den Spielen zuvor enorm gefordert. Nach drei solchen Partien muss man auch mal eine schwächere Leistung akzeptieren“, sagte der Fußball-Lehrer.

Vor dem „Keller-Duell“ gegen die Schwaben in der kommenden Woche betonte Magath, dass von einer Krise keine Rede sein könne. „Ich sehe die Entwicklung der letzten vier Spiele, wir haben keine Krise. Und mit dem Abstieg wird am Ende weder der VfB noch Schalke etwas zu tun haben.“ Auf dem Weg aus dem Tabellenkeller setzt Magath auf die Klasse seines zunächst umstrittenen Neuzugangs Christoph Metzelder. „Er stabilisiert sich und kann die Rolle als Führungsspieler langsam einnehmen. Dass er mit einem Mentalcoach arbeitet, hat er mit mir abgestimmt. Ich finde es immer gut, wenn ein Spieler aus eigener Initiative Schwächen ausmacht und an ihnen arbeitet“, so Magath. dpa/sid

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare