Sieben Spiele ohne Sieg

Vor dem Revierderby gegen den BVB: Schalke 04 hat ein gewaltiges Kopf(ball)-Problem - Wagner mit düsterer Prognose

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Schalke 04 musste gegen die TSG Hoffenheim den nächsten Treffer nach einem ruhenden Ball hinnehmen.

Seit Januar durfte Schalke 04 keinen Sieg in der Bundesliga mehr feiern. Das liegt auch an einem gewaltigen Problem - ausgerechnet vor dem Revierderby.

  • Schalke 04 findet einfach nicht in die Spur und wartet seit mittlerweile sieben Spielen auf einen Sieg.
  • Am Samstag gegen die TSG Hoffenheim kassierte Königsblau den nächsten Gegentreffer nach ruhendem Ball.
  • Vor dem Revierderby gegen den BVB am kommenden Wochenende hat S04 ein gewaltiges Problem.

Gelsenkirchen - Vieles sah am Samstagnachmittag in der Gelsenkirchener Veltins Arena nach dem Ende des Schalker Negativtrends aus. Weston McKennie brachte Königsblau früh in Front, anschließend schaltete S04 in den Verwaltungsmodus. Der knappe aber dennoch verdiente 1:0-Arbeitserfolg gegen schwache Hoffenheimer schien so gut wie sicher. Dann stand TSG-Verteidiger Christoph Baumgartner goldrichtig und offenbarte das mittlerweile gewaltige Problem der Schalker.

SC Paderborn, RB Leipzig, 1. FC Köln, FC Bayern und nun die TSG Hoffenheim. Die fünf Bundesligisten haben eines gemeinsam: Sie duellierten sich zwischen Februar und März mit dem FC Schalke 04 und erzielten allesamt Treffer nach einem ruhenden Ball. Die Elf von Trainer David Wagner tritt auf der Stelle. Auch, weil S04 ein gewaltiges Kopf(ball)-Problem hat.

Vor dem Revierderby: Schalke 04 hat ein gewaltiges Kopf(ball)-Problem

Besonders besorgniserregend: Der 1:1-Gegentreffer (69.) durch Baumgartner war auch am Samstag kein Einzelfall. Bereits drei Minuten zuvor hatte Benjamin Hübner nach Freistoß-Flanke von Sebastian Rudy per Kopf eingenetzt. Wieder sah die personell gebeutelte Schalker Hintermannschaft nicht gut aus, wie auch in den vergangenen Wochen schritten die Knappen schulterzuckend und mit hängenden Köpfen gen Mittelkreis, ehe sie der Video-Assistant-Referee dank hauchdünner Abseitsposition rettete.

Und auch TSG-Stürmer Andrej Kramaric setzte die Kugel per Kopf nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. "Am Ende denke ich, dass wir ein Spiel gesehen hab, in dem wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben nur ganz wenige Möglichkeiten zugelassen", analysierte Schalkes Trainer David Wagner anschließend am Sky-Mikrofon.

Vor dem Revierderby: Schalke-Coach Wagner mit düsterer Prophezeiung

Vollends unzufrieden war Wagner mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft nicht. Eines jedoch blieb auch ihm nicht verborgen: " Außer bei den Standards, die wir nicht gut verteidigt haben. Das Gegentor ist ärgerlich. Ich bin trotzdem total einverstanden damit, wie die Jungs den aktuellen Ansatz mit Leben füllen. Das war ein gutes Spiel von uns, leider am Ende nur 1:1.", so Wagner treffend. Am kommenden Samstag steht ausgerechnet das Revierderby gegen Borussia Dortmund an. Rückblick: Im vergangenen Jahr war es der BVB, der regelmäßig Gegentreffer nach ruhenden Bällen kassiert hatte. 

Die Partie endete überraschend mit 4:2 für S04. "Nichtsdestotrotz ist es unser Weg, den wir fortführen müssen, um hier und dort einen Punkt mitzunehmen", so Wagner nach dem Remis gegen die TSG Hoffenheim. Optimismus klingt deutlich anders - Ambitionen auf das internationale Geschäft ebenso.

Quelle: wa.de

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