Bilanz der Polizei

Schalke-Fans randalieren im Zug - Dortmunder Ultras gestoppt

Dortmund - Die Polizei hatte rund um das Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 einiges zu tun. Dabei wurden nicht nur Züge beschädigt.

Das muss doch nun wirklich nicht sein. Hunderte Fans des FC Schalke 04 reisten mit Sonderzügen zum Revierderby bei Borussia Dortmund, haben es dabei aber sichtlich nicht geschafft, sich gemessen zu benehmen. Die Bundespolizei stellte einigen Wageneinheiten "mehrere Sachbeschädigungen" fest, wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt. Neben zwei zerstörten Fensterscheiben wurden die Innenverkleidungen und eine Deckenlampe zum Teil stark beschädigt. Zudem wurden alle Züge erheblich verunreinigt, wie veröffentlichte Bilder zeigen. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren ein.

Das sei aber noch nicht alles gewesen. Bei der Ankunft des zweiten und dritten zusätzlichen Zuges ab zündeten einige Anhänger bei der Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof Pyrotechnik. Gleiches sei zuvor schon im Gelsenkirchener Hauptbahnhof passiert. Die Bundespolizei wertet nun Videoaufzeichnungen aus und leitete entsprechende Strafverfahren ein.

Das war aber nicht der einzige Fall rund um das 149. Pflichtspiel-Derby, den die Polizei meldete. Am Dortmunder Hafen stoppte die Polizei nach einem Hinweis einen Marsch von rund 300 BVB-Ultras. Dort stellten die Beamten laut Pressemitteilung Pyrotechnik, Passivbewaffnung (13 Sturmhauben, 10 Mundschutze, 7 Tierabwehrsprays, weiterhin Boxbandagen und Quarzhandschuhe) und fünf Küchenmesser sicher.

Dazu wurden acht Streifenwagen der Polizei in der Anreisephase durch Anhänger beider Vereine beschädigt. Auch der Schalker Mannschaftsbus ist durch einen Tritt beschädigt worden. Den Täter konnte die Polizei festhalten, Strafanzeige wurde gestellt.

Nach der Partie vermummten sich Dortmunder "Problemfans" auf dem Stadionvorplatz und versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen, um in Richtung der abmarschierenden Schalker Anhänger zu gelangen. Durch den Einsatz von Pfefferspray und des Schlagstocks konnte die Polizei dieses Ansinnen unterbinden.

WA

Quelle: wa.de

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