Rauls Abschied von Schalke wirkt nach

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Raul

GELSENKIRCHEN - Laut Horst Heldt war es eine bewusste Entscheidung des FC Schalke 04 gewesen, die Trennung von Superstar Raúl drei Tage vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr) bekannt zu geben.

Von Jens Greinke

Dabei könnte der Schalker Manager die Wucht dieser Nachricht etwas unterschätzt haben. Denn auch am Tag danach war der Abschied des Senors aus Gelsenkirchen in diesem Sommer ein große Thema. In Raúls Heimat beispielsweise wurden große Umfragen gestartet, ob der 34-Jährige Superstar den richtigen Schritt gemacht hat. Das Resultat war ziemlich eindeutig: 55,8 Prozent der vom Sportzeitung „Marca“ befragten Personen meinten, Raúl habe die falsche Entscheidung getroffen. Und der Kolumnist des Sportblattes „As“, Tomas Roncero, schrieb: „Es schmerzt, weil Schalke in der nächsten Saison in der Champions League spielt und er seine makellose Erfolgsbilanz ausbauen könnte, die ihn auf den Everest der Torjäger der Mutter aller Wettbewerbe geführt hat.“

So wird Raúl in seinen letzten drei Bundesliga-Spielen viel Interesse auf sich ziehen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Konzentration der gesamten Schalker Mannschaft ein wenig leidet. Huub Stevens glaubt allerdings: „Raúls Entscheidung hat keinen Einfluss auf die letzten drei Spiele.“ Zumal der spanische Superstar selbst noch einmal alles geben will, um mit Schalke den derzeitigen dritten Platz zu halten: „Wir wollen Dritter werden.“

Der Abstand zu Verfolger Borussia Mönchengladbach ist während der vergangenen zwei Spieltage auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Doch das Gefühl, dass die beiden Niederlagen gegen Nürnberg und Dortmund Spuren in der Mannschaft hinterlassen haben, glauben weder Spieler noch Trainer. Die Personallage bei den Schalkern hat sich gestern etwas entspannt. Lars Unnerstall, Jefferson Farfan und Sergio Escudero nahmen nach einem Infekt am Freitag das Training wieder auf. Die ebenfalls angeschlagenen Ciprian Marica (Grippe) und Julian Draxler (Oberschenkel-Beschwerden) absolvierten zumindest eine Laufeinheit. Verzichten muss Stevens auf alle Fälle auf Kyriagos Papadopoulos (Adduktoren) und Christian Fuchs (Gelbsperre).

Quelle: wa.de

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