Nach "Fall Torunarigha"

Rassismus auf Schalke gegen Torunarigha: DFB fällt Urteil

Der DFB hat ein Urteil gefällt und Schalke 04 nach den rassistischen Beleidigungen gegen Herthas Jordan Torunarigha mit einer Geldstrafe belegt.

  • Hertha BSC erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen Schalkes Fans.
  • Königsblaue Anhänger sollen Berlins Jordan Torunarigha entsprechend beleidigt haben. 
  • Der DFB hat den Fall untersucht und nun ein Urteil gefällt.

Update vom 11. Februar, 15.32 Uhr: Im Fall der rassistischen Beleidigungen auf Schalke gegen Herthas Jordan Torunarigha im Pokal-Viertelfinale ist das Urteil nun klar: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) belegt die Königsblauen wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro. Von dieser Summe dürfe Schalke bis zu 16.000 Euro für konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung verwenden, heißt es. Das wäre dem DFB bis zum 30. September 2020 nachzuweisen. Der DFB-Kontrollausschuss drohte den Schalkern im Wiederholungsfall mit weitergehenden Sanktionen.

Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, womit das Urteil rechtskräftig ist. Dazu habe Kontrollausschuss nach Auskunft des DFB den Klub darauf hingewiesen, dass im Wiederholungsfall mit weitergehenden Sanktionen zu rechnen sei.

Schalke und Hertha setzen Zeichen gegen Rassismus - Klartext von Jobst: "Hohlbirnen"

Update vom 8. Februar, 15.40 Uhr: Vier Tage nach dem von Rassismus-Vorwürfen begleiteten Achtelfinale im DFB-Pokal haben Hertha BSC und Schalke 04 Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung gesetzt.

Im Berliner Olympiastadion waren am Samstag vor dem Spiel gegen Mainz 05 Hunderte Plakate mit dem Namen von Jordan Torunarigha sowie dessen Rückennummer 25 zu sehen. Der 22-Jährige, der nach eigener Aussage am Dienstag auf Schalke rassistisch beleidigt worden war, stand in der Startelf.

"Wir sind, das finde ich schon, mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung aufgefordert gegenzusteuern", sagte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz beim Sky. "Es ist wichtig, in diesen Situationen zusammenzustehen. Das ist eine wichtige Botschaft an den Spieler." Torunarigha hat inzwischen mit Unterstützung der Berliner Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Der DFB-Kontrollausschuss und die Polizei Gelsenkirchen ermitteln.

Auf Schalke brachten die Anhänger und der Verein vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn (hier im Live-Ticker) mit verschiedenen Aktionen ihr "Engagement für ein vielfältiges und buntes Blau-Weiß" symbolisch zum Ausdruck. Das Motto lautete: "Steht auf, wenn ihr Schalker seid. Steht auf, wenn ihr Menschen seid."

So wurden auf Anregung der Fan-Szene regenbogenfarbene Eckfahnen als Zeichen gegen Homophobie entworfen. Die Mannschaft betrat den Rasen mit "#stehtauf"-Auflaufshirts, und auf der Kapitänsbinde von Omar Mascarell war ebenfalls dieses Motto zu lesen.

Die Schalker Verantwortlichen hatten sich angesichts der Vorwürfe bestürzt gezeigt und volle Unterstützung zugesagt. Der Verein wertet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit den Behörden das Videomaterial der Pokalpartie aus. Laut Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst konnte bislang noch kein Täter identifiziert werden. "Das heißt aber nicht, dass wir dem Spieler und seinen Aussagen keinen Glauben schenken", betonte Jobst bei Sky: "Im Gegenheil: Wir setzen alles daran, um das vollumfänglich auszuwerten und dann entsprechend zu reagieren."  Eine etwaige Strafe durch den DFB werde Schalke 04 in jedem Fall akzeptieren.

Der Vorfall soll sich in der 84. Minute vor der Schalker Südkurve rund um den Block S5 ereignet haben. Jobst: "Dass am Dienstag so etwas vorkommt von solchen Hohlbirnen, die in der Gesellschaft mit ihren Aussagen keinen Platz finden, die in einem Fußball-Stadion keinen Platz finden sollten und die schon gar keine Schalker sind, das darf es in der Zukunft nicht mehr geben. Dazu sind wir Vereine alle aufgerufen, dass das nicht mehr vorkommt."

Update vom 8. Februar, 13.44 Uhr: Nach den rassistischen Beleidigungen gegen Jordan Torunarigha von Hertha BSC hat Schalke 04 mit einem Video in den Sozialen Medien für mehr Toleranz geworben. Dabei kommt auch Aufsichtsboss Clemens Tönnies zu Wort, der im August 2019 selbst mit einer rassistischen Äußerung für einen Eklat gesorgt hatte und sein Amt daraufhin für drei Monate ruhen ließ.

Tönnies sagte darin, er mache sich "für Vielfalt" stark. Der Titel des Clips lautete "steht gemeinsam mit uns auf". Schalker Spieler wie Michael Gregoritsch und Weston McKennie, Sportvorstand Jochen Schneider, Fans und zahlreiche Mitarbeiter des Klubs werben für einen weltoffenen und toleranten FC Schalke 04.

Rassismus-Vorfall auf Schalke: Herthas Torunarigha stellt Strafanzeige - Appell von Wagner

Update vom 7. Januar, 16.47 Uhr: Das Heimspiel am Samstag gegen den SC Paderborn interessierte zunächst nur am Rande. Auch drei Tage nach den Vorwürfen von Hertha-Profi Jordan Torunarigha, während des Pokal-Achtelfinales beim FC Schalke 04 von Zuschauern rassistisch beleidigt worden zu sein, steht bei den Königsblauen die Aufarbeitung des Vorfalls im Mittelpunkt.

Aus seiner anhaltenden Empörung machte Trainer David Wagner keinen Hehl und richtete einen Appell an die Schalker Fans. "Wenn so etwas noch einmal passiert, kann ich nur dazu aufzurufen, Zivilcourage zu zeigen. Damit solche Trottel demnächst nicht mehr in unserem Stadion sind", sagte Wagner am Tag vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn (Samstag, 15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV), in dem er an seiner Aufstellung tüfteln muss.

Rassismus-Vorfall auf Schalke: Herthas Torunarigha stellt Strafanzeige

Update vom 7. Februar, 11.02 Uhr: Nach den rassistisch motivierten Beschimpfungen im Pokalspiel auf Schalke stellt Jordan Torunarigha von Hertha BSC Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Berliner bestätigten SID-Anfrage einen entsprechenden Bericht der Bild. Der Klub unterstützt den 22 Jahre alten Abwehrspieler bei seinem Vorgehen anwaltlich.

Die Polizei wie auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben bereits Ermittlungen eingeleitet. Laut einer Stellungnahme von Hertha BSC an den DFB-Kontrollausschuss hat sich der Vorfall in der 84. Minute vor der Schalker Südkurve rund um den Block S5 ereignet. Schalke bat die Fans um Mithilfe bei der Suche nach den Schuldigen, denen Stadionverbote und sogar der Vereinsausschluss droht, sollten sie Mitglieder sein.

Update vom 7. Februar, 8.44 Uhr: Der ehemalige Top-Schiedsrichter Markus Merk spricht sich gegen eine Sperre für Hertha-Profi Jordan Torunarigha nach dessen Gelb-Roter Karte im DFB-Pokalspiel beim FC Schalke 04. Der Berliner war am Dienstagabend von Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover nach einem Zweikampf mit Omar Mascarell vom Platz gestellt worden. Zuvor war er auch noch unabsichtlich mit Schalkes Trainer David Wagner zusammengestoßen und hatte einen Getränkekasten zu Boden geworfen. Davor sollen Schalke-Fans unter anderem Affenlaute in Richtung des 22-Jährigen gerufen haben.

"Wir wissen jetzt, was dieser Spieler während der Partie durchmachen musste. Das ist gravierend", sagte Merk dem Portal t-online.de. "Als Mensch sage ich: Es wäre eine große Geste, Torunarigha nun nicht für das nächste Pokalspiel zu sperren."

Ex-Schiedsrichter Markus Merk plädiert dafür, Jordan Torunarigha nach seinem Platzverweis auf Schalke nicht zu sperren.  

Rassismus-Vorfall auf Schalke: Herthas Torunarigha äußert sich auf Instagram

Update vom 6. Februar, 17 Uhr: Fans von Schalke 04 sollen Herthas Fußball-Profi Jordan Torunarigha während der DFB-Pokal-Partie rassistisch beleidigt haben. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler hatte nach seiner Gelb-Roten Karte den Rasen unter Tränen verlassen. Am Donnerstagabend äußerte sich Torunarigha zu den Vorfällen auf seinem Instagram-Account. Sein Statement im Wortlaut.

"Ich wollte mich zu den Ereignissen nicht aus der Emotion heraus äußern, aber jetzt möchte ich das gerne nachholen. Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen.

Viele können nicht nachvollziehen, was das bedeutet und was sie damit bei den Menschen anrichten. Ich bin froh, dass ich das Glück habe, so einen Rückhalt durch meine Familie, meine Mitspieler und den Verein zu haben! Das haben vielleicht nicht alle in einer solchen Situation.

Ich bin in Chemnitz geboren, habe das alles schon in der Jugendzeit durchlebt. Meine Eltern wurden beleidigt. Deshalb wühlt mich so eine Situation wie auf Schalke so auf und deshalb habe ich so emotional reagiert. Man kann sich seine Hautfarbe bei der Geburt nicht aussuchen und sie sollte auch völlig egal sein. Genauso selbstverständlich, wie unterschiedliche Hautfarbe, Religion oder Herkunft unter uns Sportlern in der Kabine ist, sollte es auch in unserer Gesellschaft sein!"

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Ich wollte mich zu den Ereignissen nicht aus der Emotion heraus äußern, aber jetzt möchte ich das gerne nachholen. Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen. Viele können nicht nachvollziehen, was das bedeutet und was sie damit bei den Menschen anrichten. Ich bin froh, dass ich das Glück habe, so einen Rückhalt durch meine Familie meine Mitspieler und den Verein zu haben! Das haben vielleicht nicht alle in einer solchen Situation. Ich bin in Chemnitz geboren, habe das alles schon in der Jugendzeit durchlebt. Meine Eltern wurden beleidigt. Deshalb wühlt mich so eine Situation wie auf Schalke so auf und deshalb habe ich so emotional reagiert. Man kann sich seine Hautfarbe bei der Geburt nicht aussuchen und sie sollte auch völlig egal sein. Genauso selbstverständlich wie unterschiedliche Hautfarbe, Religion oder Herkunft unter uns Sportlern in der Kabine ist sollte es auch in unserer Gesellschaft sein!

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Update vom 6. Februar, 14.30 Uhr: Die Aufarbeitung des Vorwurfs der rassistischen Gesänge gegen Jordan Torunarigha von Hertha BSC im Pokal-Achtelfinale beim FC Schalke 04 ist in vollem Gange. Am Donnerstag hat die Polizei Gelsenkirchen die Ermittlungen aufgenommen. "Wir haben von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet", sagte ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen der Deutschen Presse Agentur.

Der frühere Junioren-Nationalspieler Jordan Torunarigha hatte am Dienstag unter den Tränen den Rasen der Veltins Arena verlassen, nachdem Schalke-Fans unter anderem Affenlaute in Richtung Torunarighas gerufen haben sollen. Anzeige erstattete der Fußball-Profi in der Folge allerdings nicht.

Update vom 5. Februar, 17.42 Uhr: Schalke-Ikone Gerald Asamoah fordert nach dem Vorfall im Pokal-Spiel in der Arena vehementen Einsatz gegen Rassismus. "Was soll ich sagen? Es widert mich einfach nur noch an...", schrieb der 41-Jährige, der bei Schalke 04 inzwischen als U23-Manager arbeitet, bei Twitter. "Umso wichtiger, dass wir nicht aufhören dürfen, immer weiter dagegen zu kämpfen!"

Update vom 5. Februar, 14.40 Uhr: Nach dem Vorwurf rassistischer Beleidigungen gegen Jordan Torunarigha von Hertha BSC beim Pokal-Aus auf Schalke hat der der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen eingeleitet.

Wie der DFB bestätigte, wurden die Berliner und Torunarigha zu einer Stellungnahme aufgefordert. Der Abwehrspieler klagte darüber, von Zuschauern auf Schalke rassistisch beleidigt worden zu sein. Sollten die Vorwürfe danach aufrecht erhalten werden, würde der Kontrollausschuss als nächstes den FC Schalke 04 anschreiben, um den Klub um eine Stellungnahme zu den angeprangerten Vorgängen in der Arena zu bitten.

Schiedsrichter Harm Osmers habe erst nach der regulären Spielzeit von den Beleidigungen erfahren, sagte Peter Sippel, Leiter Training und Qualifizierung beim DFB, am Mittwoch im Gespräch mit "sportschau.de". Herthas Sportdirektor Michael Preetz sei auf Osmers zugekommen und habe ihn auf die Beleidigungen der Fans gegen Torunarigha hingewiesen. Weil es aber bereits im Laufe der zweiten Halbzeit zu dem Vorfall gekommen sei, wäre bei einer Stadiondurchsage laut Sippel "der Kontext nicht mehr herzustellen gewesen".

Eine Empfehlung des Weltverbandes FIFA sieht unter anderem vor, die Zuschauer via Durchsage aufzufordern, diskriminierende Beleidigungen zu unterlassen. Osmers habe aber in der Verlängerung keine weiteren Vorfälle wahrgenommen. In diesem Fall hätte er nach Aussage von Sippel eine Durchsage des Stadionsprechers verlangt.

Rassistische Beleidigungen gegen Herthas Torunarigha - Schalke gibt Versprechen ab

Update vom 5. Februar, 13.43 Uhr: Schalkes Trainer David Wagner hat sich ebenso wie der gesamte Klub im Fall der rassistischen Beleidigungen hinter Jordan Torunarigha von Hertha BSC gestellt. "Ich habe mit dem Jungen nicht selber gesprochen, er war schon im Bus. Aber ich habe für mich, beziehungsweise stellvertretend für Schalke 04 dafür gesorgt, dass er weiß, dass wir uns dafür entschuldigen möchten", berichtete Wagner: "Das geht nicht, das bauchen wir nicht, das wollen wir nicht."

Herthas Jordan Torunarigha (rechts) soll von Schalker Fans rassistisch beleidigt worden sein.

Schalkes Coach Wagner ergänzte: "Am Ende müssten beide Mannschaften, beide Offizielle und der Schiedsrichter das mitbekommen. Und wenn wir dann sagen, wir kicken nicht weiter, dann kicken wir nicht weiter. Da hätte ich überhaupt kein Problem  damit. Aber das musst du 'während' mitbekommen und nicht 'danach'. Danach kannst du dich nur dafür entschuldigen."

Rassistische Beleidigungen gegen Herthas Torunarigha: Schalke bezieht klar Stellung

Update vom 5. Februar, 11.55 Uhr: Der FC Schalke 04 hat Stellung zu den rassistischen Beleidigungen gegen Herthas Jordan Torunarigha genommen. Der Klub nehme die Aussagen der Berliner Spielers bezüglich rassistischer Aussagen und Laute gegen ihn "sehr ernst", teilte der Klub mit. "Gemeinsam mit der Polizei Gelsenkirchen, dem Sicherheitsdienst und internen Quellen, wie bspw. der kürzlich eröffneten #stehtauf-Anlaufstelle, wird der Fall ausführlich geprüft", schrieben die Schalker auf ihrer Homepage.

Die Vorstände der Königsblauen ließen mitteilen: "Von Seiten des Vereins gibt es null Toleranz für ein solches Verhalten. Wir werden alles dafür tun, dass wir diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ausfindig machen und mit Konsequenzen belegen. Ein solches Verhalten verstößt nicht nur gegen Stadionordnung, Leitbild und Satzung des FC Schalke 04, sondern widerspricht auch all unseren Werten. Wir werden mit Sanktionen reagieren und die Vorfälle auch entsprechend zur Anzeige bringen."

Update vom 5. Februar, 11.32 Uhr: Die von Hertha BSC erhobenen Rassismus-Vorwürfe auf Schalke schlagen wie erwartet hohe Wellen. Auch Ex-Profi Hans Sarpei hat sich dazu via Instagram zu Wort gemeldet.

"Um es sehr deutlich und klar zu sagen: Rassismus hat auf keinem Platz dieser Welt etwas zu suchen", schrieb der ehemalige Schalker: "Wenn so etwas gerade in der #stehtauf-Woche bei @s04 passiert, dann sind wir alle gefordert, entschieden dagegen zu handeln. Rassismus hat nur eines verdient: die rote Karte!"

Hertha erhebt rassistische Vorwürfe gegen Schalkes Fans: "Er hat geweint …"

[Erstmeldung] Gelsenkirchen - Das sind schwere Vorwürfe gegen die Fans von Schalke 04: Berlins Jordan Torunarigha soll beim Pokal-Aus von Hertha BSC von den Anhängern der Königsblauen rassistisch beleidigt worden sein.

"Jordan hat mir erzählt, dass es rassistische Beleidigungen aus dem Block gab", sagte Hertha-Kapitän Niklas Stark bei Sky: "Das geht gar nicht. Das ist unmenschlich, mit Affen-Lauten anzufangen. Das ist abstoßend und darf nicht passieren."

Torunarigha sah in der Verlängerung auf Schalke die Gelb-Rote Karte, weil er nach einer Grätsche vona Omar Mascarell aufgebracht eine Wasserkiste durch die Schalker Coaching-Zone geworfen hatte. Schalkes Coach David Wagner, der ihn kurz festhielt, sah nach Video-Beweis sogar die Rote Karte.  

Rassismus-Vorwürfe gegen Schalker Fans: Hertha-Kapitän Stark fassungslos

Aber warum hat die Hertha nicht sofort darauf reagiert und ging vom Platz? "Wenn das Signal gekommen wäre, wäre ich ganz klar mit marschiert", wird Stark in der Bild zitiert: "Aber man will ja das Spiel zu Ende bringen, man will Fußball spielen. Der erste Schritt ist, dass wir als Mannschaft hinter Jordan stehen und so etwas nicht dulden. Wir müssen die Stimme erheben gegen sowas, das geht nicht."

Schalke dreht Spiel und ringt Klinsmanns Hertha im Pokal nieder

Berlins Coach Jürgen Klinsmann ergänzte: "Er wurde mehrfach rassistisch beleidigt. Er hat auf dem Platz geweint", sagte der Ex-Bundestrainer.

Rassismus-Vorwürfe gegen Schalker Fans: Wagner und Schneider entschuldigen sich

Auf die mutmaßlichen Rassismus-Vorwürfe angesprochen, sagte Schalkes Trainer David Wagner nach dem Pokal-Sieg: "Wenn solche Äußerungen gefallen sind, möchte ich mich im Namen des FC Schalke 04 bei dem Spieler und bei Berlin entschuldigen." Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider fehle dafür "jedes Verständnis. Ich habe es nicht gehört, aber das erfindet der Spieler ja nicht. Wir müssen uns bei ihm entschuldigen und alles dafür tun, dass wir diejenigen, die verantwortlich sind, ausfindig machen.

Weitere Bestätigungen derartiger Laute aus dem Schalker Block gab es noch nicht. Fakt war jedoch, dass mehrere Feuerzeuge auf den Rasen geflogen waren.

Das Thema Rassismus begleitete die Schalke bereits in den vergangenen Monaten, als Klub-Boss Clemens Tönnnies einen derartigen Skandal ausgelöst hatte. Der Klub zeigt derweil eine klare Haltung gegen Rassismus mit seiner Aktion "#stehtauf".

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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