Ralf Fährmann ist wieder „zu Hause“

Ralf Fährmann will im zweiten Anlauf die Nummer eins im Schalker Tor werden. ▪ dpa

RÜGEN ▪ „Ich bin wieder zu Hause.“ Wer so bei seinem Arbeitgeber einsteigt, hat normalerweise von vornherein gewonnen. Doch Ralf Fährmann tritt nach seiner Rückkehr von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04 ein schweres Erbe an. Von Heiko Buschmann

Auf Schalke hat er seine erste Erfahrung mit der Bundesliga in einem Crash-Kurs machen müssen. Als vor dem Derby am 13. September 2008 bei Borussia Dortmund sich nacheinander Manuel Neuer und Ersatzmann Mathias Schober verletzten, musste der damals erst 19-Jährige seine Feuertaufe gleich vor 80 000 Zuschauern bestehen. Fährmann machte seine Sache beim 3:3 trotz der Gegentreffer gut.

Nun, eineinhalb Jahre und 18 Bundesligaeinsätze später, will er es im zweiten Anlauf zur neuen Nummer eins in Gelsenkirchen schaffen. Allerdings schenken ihm Trainer Ralf Rangnick und Manager Horst Heldt zumindest nach außen hin nicht das uneingeschränkte Vertrauen. „Manu hat eine große Lücke hinterlassen, schließlich ist er zurzeit der beste Torwart der Welt. Natürlich trete ich da in Riesen-Fußstapfen, aber das ist kein Druck, der mich hemmt, sondern eher anspornt“, gibt sich Fährmann selbstbewusst. „Bevor ich hier einen neuen Vertrag unterschrieben habe, waren auch Ron-Robert Zieler und Kevin Trapp im Gespräch. Schalke ist so ein großer Verein, da ist es klar, dass man sich mit klasse Leuten beschäftigt. Das gilt ja nicht nur für meine Position“, weiß Fährmann. „Ich war von Anfang an darüber informiert, dass man noch einen weiteren Torwart dazu holen wolle. Ich kann noch viel lernen, egal ob mein Kollege Lehmann oder Schober heißt.“

Rangnick hat betont, dass er erst einmal mit den jetzigen drei Schlussleuten – neben Fährmann und Schober noch der zum Verkauf stehende Nachwuchskeeper Lars Unnerstall – in die Vorbereitung gehen wolle. Im Gespräch ist der Pole Gregorz Sandomierski von Jagiellonia Bialystok, aber auch „einige andere Kandidaten“, wie Heldt verlauten lässt.

Quelle: wa.de

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