Im BVB-Trikot von Sancho

Fünfstelliger Betrag und Sozialstunden: Vorfall von Matondo spielt Schalke in die Karten - Kommentar

Rabbi Matondo ließ sich im BVB-Trikot seine Freundes Jadon Sancho ablichten. Nicht sehr clever, die Strafe gegen ihn jedoch soll andere Schalker Probleme kaschieren. Ein Kommentar.

  • Rabbi Matondo trug bei einem Training im Urlaub ein Trikot von Borussia Dortmund.
  • Sein Verein Schalke 04 belegte ihn anschließend mit einer Geldstrafe inklusive Sozialstunden.
  • Die Strafe von Königsblau für Matondo ist absurd - ein Kommentar.

Die Strafe für Rabbi Matondo ist absurd. Klar, der Schalker Jungprofi hätte es besser wissen müssen. Ein Spieler aus den eigenen Reihen im BVB-Trikot? Das kann keinem Anhänger der Königsblauen schmecken. Und doch zielt Schalke 04 mit der fünfstelligen Strafe und Sozialstunden in einer karitativen deutlich übers Ziel hinaus.

NameRabbi Matondo
Geboren9. September 2000, Liverpool, Vereinigtes Königreich
Größe1,75 Meter
VereinFC Schalke 04

Vielleicht spielte der Vorfall den Verantwortlichen aber gar in die Karten. Bekanntlich gibt es auf Schalke gerade viel größere Baustellen. Eine klassische Rivalitätsgeschichte, bei der Sportvorstand Jochen Schneider klare Kante zeigen kann, ist da eine willkommene Abwechslung vom Krisen-Alltag.

Rabbi Matondo im BVB-Trikot: Die Strafe von Schalke ist absurd - Kommentar

Eine solche Konsequenz hätte dem Klub aber wohl besser zu Gesicht gestanden, als sich der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies im vergangenen Sommer rassistisch geäußert hatte. Der hatte lediglich eine Auszeit bekommen, ehe er einige Monate später in die Gelsenkirchener Veltins Arena zurückkehrte. Nach einer Fan-Demo am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Tönnies trat der 64-Jährige von seinen Ämtern auf Schalke zurück.

Der Leidtragende der durchaus missglückten Aktion im BVB-Trikot ist der 19-jährige Matondo, der von den Anhängern im Stadion schon zu hören bekommen wird, was sie von der Aktion halten – sobald die Fans wieder zuschauen dürfen. Daran wird auch seine emotionale Entschuldigung, die Matondo in den sozialen Medien veröffentlichte, wohl nicht viel ändern.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen

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