Manuel Neuers schwerer Gang nach München

Manuel Neuer ▪

GELSENKIRCHEN/MÜNCHEN ▪ Nach der grandiosen Leistung im Champions-League-Halbfinale gegen Manchester United (0:2) steht Schalkes Torhüter Manuel Neuer am Samstag (18.30 Uhr) gleich vor der nächsten Herausforderung.

Der Wunschtorhüter des FC Bayern München wird morgen in der Allianz-Arena noch im Trikot der Gäste auflaufen und könnte seinen designierten Arbeitgeber mit ähnlich starken Paraden wie am Dienstag mit einem Handstreich aus dem Glanz der europäischen Fußball-Tempel in Richtung der Niederungen der Europa League befördern. Für den 25-Jährigen kein Spiel wie jedes andere – auch weil er aus der Südkurve mit Protestaktionen rechnen muss. „Ich hoffe, die Fans behandeln ihn, wie auch ich es in Auswärtsspielen erwarte: Dass man respektvoll miteinander umgeht“, sagte Lahm.

Trotz des starken Rückhalts im Schalker Tor gibt sich Münchens Mittelfeldspieler Bastian  Schweinsteiger kämpferisch. „Wir müssen von ersten Sekunde vermitteln, dass wir dir drei Punkte wollen. Das muss jeder Fan merken“, sagte der 26-Jährige und wagte einen Blick in die Zukunft: „Ich gehe davon aus, dass es reicht, wenn wir alle Spiele gewinnen. Aber wenn Hannover seinerseits am Ende alle Spiele gewinnt, dann haben sie es auch verdient, Dritter zu werden.“

Weniger tolerant zeigte sich Schweinsteiger im Umgang mit der aufflammenden Diskussion um ihn und Philipp Lahm in ihrer Rolle als Mannschaftskapitäne. Das Thema war hochgekocht, nachdem der Niederländer Arjen Robben erklärt hatte, angesichts der prekären sportlichen Situation fehle dem Team ein Führungsspieler wie Mark van Bommel, der in der Winterpause zum AC Mailand gewechselt war. Diese Aussage sorgte bei Kapitän Lahm und Stellvertreter Schweinsteiger für heftige Reaktionen. Schweinsteiger sagte auf einer Pressekonferenz wütend: „Ich bin kein Chefchen. Ich bin lange genug dabei. Jeder hört in der Kabine auf das, was ich sage.“ Zudem lieferte er sich eine verbale Auseinandersetzung mit einem Journalisten, von dem er sich ungerecht behandelt fühlte. Nach heftigen verbalen Angriffen gegen den Reporter („Lügner“, „Pisser“, „Arschloch“) verließ der Nationalspieler vorübergehend den Presseraum. ▪ dpa/sid

Quelle: wa.de

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