Magath hofft auf versöhnliches Jahresende

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Schalkes Trainer Felix Magath. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Es ist nicht davon auszugehen, das Felix Magath, Trainer des FC Schalke 04, morgen Mittag vor dem Fernseher sitzt und die Auslosung des Champions-League-Achtelfinales live verfolgt.

„So etwas interessiert mich wenig, weil ich es nicht beeinflussen kann“, sagt der 57-Jährige. Deshalb wird irgendwann jemand zu Magath kommen und ihm den nächsten Gegner nennen. „Wir nehmen es so, wie es kommt.“ Immerhin haben die Schalker durch den Gruppensieg die besten Voraussetzungen geschaffen, auf einen eventuell leichteren Kontrahenten zu treffen. Den Knappen wird ein Gruppen-Zweiter zugelost. Da warten zwar Kaliber wie Arsenal London oder die beiden Mailänder Klubs, aber eben auch vermeintlich schwächere Teams wie der FC Kopenhagen oder Olympique Marseille.

Das internationale Geschäft interessiert Magath derzeit allerdings nur beiläufig. Sein Fokus ist eindeutig auf die beiden letzten Pflichtspiele in diesem Jahr gerichtet. Morgen empfangen die Schalker den 1. FC Köln zum Hinrunden-Abschluss in der eigenen Arena. Und am Dienstag geht es beim Zweitligisten FC Augsburg um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. „Beide Spiele sind wichtig“, bestimmt der Schalker Trainer. Gegen Köln möchte Magath nur allzu gern den zuletzt gezeigten Aufwärtstrend fortsetzen, „um in der Tabelle noch ein Stückchen weiter nach oben zu kommen“. Und gegen Augsburg zählt neben dem finanziellen Aspekt auch die Tatsache, dass der Weg in den internationalen Wettbewerb für den aktuellen Tabellen-Zehnten derzeit im Pokal am kürzesten erscheint. „Wenn wir die letzten beiden Spiele in diesem Jahr so absolvieren wie die beiden zurückliegenden, dann bin ich zufrieden“, sagt Magath.

Völlig unbeeindruckt bleibt der Schalker Generaldirektor von den Gerüchten über einen etwaigen Wechsel von Manuel Neuer zu Bayern München. „Mich nervt das überhaupt nicht, was jeden Tag geschrieben wird. Bei mir war bislang niemand und hat mir meine Zeit gestohlen“, sagt Magath, der weiterhin zuversichtlich ist, dass Neuer über 2012 hinaus in Schalke bleibt: „Manuel hat mir bislang nicht signalisiert, dass er andere Anfragen hat und deshalb möglichst bald Klarheit haben muss. Wir werden alles tun, um ihn zu halten.“

JENS GREINKE

Quelle: wa.de

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