Christoph Metzelder sorgt sich um Situation von Schalke 04 

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Christoph Metzelder sorgt sich um die sportliche Situation seines Clubs.

Gelsenkirchen - Fußballprofi Christoph Metzelder empfindet die Situation des Bundesligisten FC Schalke 04 als beängstigend. „Die Lage ist nun gefährlich und schmerzt“, sagte der Neuzugang von Real Madrid angesichts des vorletzten Tabellenplatzes, den die Mannschaft von Trainer Felix Magath nach sieben Spieltagen mit lediglich vier Punkten einnimmt.

 „Alle spielen unter ihren Möglichkeiten. Wir rennen unserem Anspruch hinterher. Hier darf sich keiner mehr verstecken. Wir helfen uns auf dem Platz zu wenig“, ergänzte Metzelder in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). Der Abwehrspieler ist verärgert darüber, „wie viele vergangene Saison dafür gekämpft haben, einmal Champions League zu spielen. Nun tun wir in der Liga alles dafür, dort nächste Saison nicht zu spielen“, kritisierte Metzelder. „Wir müssen uns nun an der Ehre gepackt fühlen. Wir ergeben uns zurzeit zu einfach“, meinte er. Laufbereitschaft und Willen seien in jedem Spiel gefragt, „nicht nur in der Champions League“. In der europäischen Königsklasse hatte Schalke am zweiten Spieltag gegen Benfica Lissabon mit 2:0 gewonnen. Metzelder rief sich und seine Mitspieler zu Taten auf, um sich aus der Krise zu befreien. „Jeder hat seine Ziele formuliert - dann müssen wir das auch zeigen“, sagte der 29-Jährige. Nach dem 2:0 gegen Lissabon sei man gefeiert worden und habe sich dann mental nicht gut auf Nürnberg eingestellt. Dort hatte es am vergangenen Samstag beim 1:2 die bereits fünfte Saisonniederlage in der Bundesliga gegeben. „Wir müssen die Klasse entwickeln, uns immer wieder neu zu bestätigen. Große Spieler und große Mannschaften schaffen das. Wir noch nicht“, sagte Metzelder selbstkritisch. Zudem machte er ein „deutsches“ Problem aus: „Erreicht man das ausgegebene Ziel nicht oder ist auf dem Weg dahin weit entfernt, ist die Schadenfreude groß. Ich sage: Wir haben ein gesellschaftliches Problem. Geht es danach, darf man in Deutschland kein Risiko gehen und hohe Ziele formulieren, sonst wird jeder Schritt mit Schadenfreude verfolgt.“ -dpa

Quelle: wa.de

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