Wechsel zum FC Bayern steht bevor

Nübel auf Schalke als Kapitän und Nummer eins nicht mehr tragbar - ein Kommentar

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Alexander Nübel wird Schalke im Sommer verlassen und wohl zum FC Bayern wechseln.

Alexander Nübel wird Schalke im Sommer verlassen und zu den Bayern wechseln. Königsblau sollte nun auf einen anderen Kapitän sowie Markus Schubert als Nummer eins setzen. Kommentar.

Die Hängepartie ist beendet. In der Personalie Alexander Nübel herrscht endlich Klarheit: Der Keeper wird seinen Vertrag auf Schalke nicht verlängern und den Klub im Sommer verlassen.

Doch dass nun in dieser Hinsicht Ruhe einkehrt, ist damit keineswegs gewiss. Die Worte von Sportvorstand Jochen Schneider in der offiziellen Mitteilung, dass die Entscheidung des 23-Jährigen zwar nicht überraschend, aber auch nicht unbedingt nachvollziehbar sei, lassen tief blicken.

Sportlich ist der Abgang durchaus verkraftbar, aber er sorgt aus mehreren Gründen für Diskussionen. Nübel als Kapitän zu bestimmen, war im Nachhinein ein Fehler. Ihm die Binde unter diesen Umständen wieder abzunehmen, wäre nur konsequent und sicher nicht mit so viel Aufschrei verbunden wie bei Benedikt Höwedes oder Ralf Fährmann, die von Ex-Coach Domenico Tedesco rasiert wurden.

Nübel hat auf Schalke nicht den Status wie Höwedes oder Fährmann

Denn Nübel hat unter den Fans längst nicht den Status wie die beiden Ur-Schalker. Jetzt erst recht nicht mehr. Für David Wagner taucht aber auch ein anderes Problem auf: Der Coach muss nun entscheiden, ob Nübel auch nach Ablauf der Rot-Sperre seine Nummer eins bleibt – oder ob er schon an die nächste Saison denkt und U21-Nationaltorwart Markus Schubert, der Nübel bislang herausragend vertreten hat, bereits Spielpraxis gibt, damit sich sein künftiger Stamm-Keeper unter Wettkampfbedingungen weiterentwickeln kann.

Beide Szenarien sind denkbar und wären aus Sicht des Cheftrainers nachvollziehbar. Die Variante mit Nübel birgt aber die größeren Gefahren: Bei jedem noch so kleinen Fehlgriff wird er sich den Diskussionen aussetzen müssen, ohnehin nicht mehr alles für Schalke zu geben und mit den Gedanken schon bei seinem neuen Klub zu sein. Dass es ausgerechnet der FC Bayern ist, sorgt dabei für noch mehr Brisanz.

Wagner hatte nach dem Hinrunden-Abschluss gegen Freiburg die vielen kleinen Widrigkeiten angesprochen. Er kann für die Rückrunde eine umgehen, wenn er fortan komplett auf Schubert setzt.

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Quelle: wa.de

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