Heldt: Englische Wochen als gewollter "Gewaltakt"

GELSENKIRCHEN - Horst Heldt graut es ein wenig vor den kommenden Wochen, falls der FC Schalke weiter so erfolgreich spielt wie zuletzt. „Falls wir ins Finale der Europa League kommen, hätten wir nur noch Englische Wochen“...

Von Jens Greinke

„Das wäre ein Gewaltakt, aber den wollen wir haben“, stellte der Manager mit einem Blick auf den Kalender fest:  Die Chancen, dass die Blauweißen auch das Viertelfinale der Europa League überstehen, stehen jedenfalls nicht so schlecht. Zum Hinspiel erwartet die Mannschaft von Trainer Huub Stevens am Donnerstagabend (21.05 Uhr) im eigenen Stadion das Team von Athletic Bilbao.

Die Basken bilden als Tabellen-Elfter der spanischen Primera Division national nur Mittelmaß, haben aber international zuletzt im Achtelfinale der Europa League aufhorchen lassen, als sie Manchester United aus dem Wettbewerb kegelte. Horst Heldt ist sich zwar sicher, dass die Champions-League-verwöhnten Engländer „den Wettbewerb hergeschenkt“ haben, weiß aber auch: „Die muss man trotzdem erst einmal schlagen.“

Pünktlich zur Schlussphase der Saison sind die Schalker auf alle Fälle gut in Fahrt. Trotz aller Belastungen könnte es dennoch sein, dass der Europapokal und die Bundesliga für die Knappen in eine inspirierenden Wechselwirkung treten. „Je weiter man in der Europa League kommt, desto heißer wird die ganze Angelegenheit“, sagt Heldt. Und da sich auch in der Liga eine Entscheidung im Kampf um Platz drei anbahnt, ist die Motivation auf Schalke derzeit hoch. Und jeder weitere Erfolg dürfte das Selbstbewusstsein der Schalker weiter stärken.

Eindrücke vom Pokalabend gegen Enscheide:

Bilder vom Pokalabend auf Schalke

Angesichts der wichtigen Entscheidungen, die anstehen, hat sich Horst Heldt dazu entschieden, Informationen über die aktuellen Personalplanungen erst einmal zurück zu halten. „Der Fokus verschiebt sich. Das Wichtigste sind in dieser Phase die Spiele“, sagt Heldt, nachdem am Mittwoch erneut Spekulationen über mögliche Vertragsverlängerungen von Raul und Jefferson Farfan in die Welt gesetzt wurden. „Ich weiß, dass die Spekulationen dadurch nicht abnehmen. Aber diese Spekulationen bleiben schließlich auch, wenn ich weiter Auskunft geben würde. Deshalb sage ich lieber erst einmal nichts mehr“, so Heldt.

In dieser Beziehung kann sich Schalkes Manager vielleicht etwas beim Trainer abschauen. Huub Stevens beschränkte sich vor dem Duell gegen Bilbao in erster Linie auf Phrasen und Banalitäten. Angesprochen auf seinen Uefa-Cup-Sieg mit Schalke 1997 sagte der zugegebenermaßen nicht gerade als Romantiker bekannte Niederländer: „Die Vergangenheit zählt nicht.“ Und auf die Frage, ob es ein Nachteil sei, zuerst zu Hause gegen Bilbao anzutreten, antwortete der 58-Jährige: „Ich denke, wir haben zwei Mal 90 Minuten.“

Quelle: wa.de

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