Timo Hildebrand stellt sich bei Schalke hinten an

Lars Unnerstall wird auch beim Pokalspiel in Karlsruhe den Vorzug vor Timo Hildebrand im Schalker Tor erhalten. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Timo Hildebrand muss sich hinten anstellen. Denn nach nur 152 Minuten in der höchsten deutschen Fußball-Liga hat ein 21 Jahre alter Nobody die „T-Frage“ bei Pokalsieger FC Schalke 04 vorerst zu seinen Gunsten geklärt.

Lars Unnerstall genießt bei Trainer Huub Stevens nach einer starken Vorstellung beim 1:0-Erfolg der Gelsenkirchener in Leverkusen das Vertrauen des Niederländers.

„Lars hat angekündigt, dass er nicht mehr rauswill“, so Manager Horst Heldt. Willkommener Konkurrenzkampf: „Das ist das, was wir brauchen“, forcierte Heldt das Gebaren des Fährmann-Nachfolgers. Hildebrand wird demnach im heutigen Zweitrundenspiel des DFB-Pokals beim Karlsruher SC (19 Uhr) nicht zum Einsatz kommen und stattdessen seinen Einstand in Königsblau in der internationalen Nachwuchsrunde feiern: Dabei trifft Schalkes U 23 ebenfalls heute (17 Uhr) in Bottrop auf Standard Lüttich.

Der am Kreuzband verletzte Stammtorwart Fährmann ist unterdessen bereits am Montag in Augsburg von dem Spezialisten Ulrich Boenisch am linken Knie operiert worden. „Die OP ist gut verlaufen“, wurde Trainer Huub Stevens am Dienstag auf der Schalker Homepage zitiert. „Und sie war wichtig. Bei einer konservativen Behandlung wäre es möglich gewesen, dass ihm sein Knie nach zwei oder drei Monaten wieder Probleme bereitet hätte“, ergänzte Stevens.

Vor dem Auftritt in Karlsruhe drohen die Schalker Christoph Metzelder, Alexander Baumjohann und Julian Draxler auszufallen. Das Trio hat sich krankgemeldet. „Ich weiß noch nicht, wer von ihnen dabei ist“, sagte Stevens, der aber wieder mit dem zuletzt angeschlagenen japanischen Rechtsverteidiger Atsuto Uchida rechnen kann.

Der abstiegsbedrohte KSC setzt auf eine Außenseiterchance. „Wir wollen uns nicht ins Bockshorn jagen lassen und frech spielen“, sagte Trainer Rainer Scharinger einen Tag vor dem Heimspiel im mit knapp 30 000 Zuschauern ausverkauften Wildparkstadion. Der KSC-Coach will die schwere Mission weitgehend mit dem Personal angehen, das am Freitag gegen den VfL Bochum torlos gespielt hatte. ▪ dpa/dapd

Quelle: wa.de

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