Revierderby

Schalkes neuer Anzug sitzt und sorgt für Rekord beim BVB

Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes ist zufrieden mit dem Remis im Derby bei Borussia Dortmund.
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Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes ist zufrieden mit dem Remis im Derby bei Borussia Dortmund.

Dortmund - Schalke 04 überzeugt mit seinem neuen System einmal mehr und ist mit dem Punkt im Derby bei Borussia Dortmund mehr als zufrieden. Königsblau sorgt dabei auch für einen Rekord.

Christian Heidel ist in seinen 53 Lebensjahren schon sehr oft Passagier in irgendwelchen Fortbewegungsmitteln gewesen, zumal er in seinem früheren Leben Geschäftsführer eines Autohauses war. Als er am Samstag als Insasse des Mannschaftsbusses des FC Schalke 04 in Dortmund ankam, machte er ein paar neue Erfahrungen. „Ich muss sagen: Wenn man hier so rein fährt mit dem Schalke-Bus, das ist schon ein besonderes Gefühl“, beschrieb er seinen ersten Betriebsausflug nach Dortmund als Schalker Sportvorstand. „Bei der Hinfahrt kamen ein paar Eier geflogen. Aber das kann man wegwischen, das ist nicht so dramatisch. Dennoch muss ich sagen: Da war ich froh, dass da eine Scheibe war“, meinte Heidel. Und grinste.

Nicht nur der Bus, auch das Schalker Team kam am Ende ohne Totalschaden aus dem 149. Pflichtspielderby gegen den BVB. Auf die Frage, mit welchem Gefühl er nach dem 0:0 beim BVB die kurze Rückfahrt antreten werde, sagte Heidel: „Mmmh. Nicht einigermaßen, sondern richtig zufrieden. Wir nehmen hier verdient einen Punkt mit. Wir hatten uns auch vorher vorstellen können, dass wir hier gewinnen. Aber nach dem Spielverlauf geht das Unentschieden absolut in Ordnung.“

Variables 3-5-2-System funktioniert

Was stimmte. Die Schalker Mannschaft hatte – erneut gut justiert von Trainer Markus Weinzierl – in der ersten Halbzeit einen derart starken und konzentrierten Auftritt abgeliefert, der dazu führte, dass sie einen statistischen Rekord aufstellen. Erstmals seit 1992 kamen die Dortmunder in einem Heimspiel im ersten Durchgang zu keinem einzigen Torschuss. „Wir hatten Dortmund sehr gut im Griff“, befand auch Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes: „Wir haben viel investiert in der ersten Halbzeit, das hat man dann später auch gespürt.“

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0

Das variable 3-5-2-System scheint den Schalkern mittlerweile so gut zu passen wie ein Anzug aus der Londoner Savile Row, wo sehr viele Maßschneider ihre exklusiven Dienste anbieten. Die Dortmunder fanden keine probaten Mittel, diese System aufzubrechen, auch wenn sie in der zweiten Halbzeit die ein oder andere Chance kreierten. „Ich glaube, dass es nicht einfach ist, gegen so eine bärenstarke Offensive nichts zuzulassen. Das spricht für uns“, meinte Höwedes. Angesichts der weiterhin wenig zufrieden stellenden Tabellenkonstellation meinte der 28-Jährige aber auch: „Wir hinken weiter hinterher und müssen noch Punkte gut machen.“

Am Donnerstag folgt zunächst das Europa-League-Rückspiel gegen FK Krasnodar, in dem die Schalker den Einzug in die K.o.-Runde sicher machen könnten. Am kommenden Sonntag kommt dann Werder Bremen in die Schalker Arena. Angesichts dieser Perspektiven meinte Heidel: „Der Punkt ist okay. Uns hilft er. Auch dabei, dass wir immer mehr an uns glauben. Unsere Brust ist nicht schmaler geworden.“ Und die Scheiben am Mannschaftsbus waren zu diesem Zeitpunkt längst gründlich gesäubert worden.

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Quelle: wa.de

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