Derby in Dortmund

Neue Dimension eines Nachbarschaftskampfes

Schalker Abschlusstraining
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Für Trainer Markus Weinzierl wie für viele Schalker Spieler ist es das erste Derby gegen Borussia Dortmund.

Gelsenkirchen - Schalke 04 fiebert dem Derby bei Borussia Dortmund entgegen. Manager Heidel und Trainer Weinzierl wissen um die Bedeutung. Bei einem zuletzt angeschlagenen Duo gibt es Hoffnung.

Als Christian Heidel auf seine Derby-Erfahrung angesprochen wurde, reagierte Schalkes neuer Sportvorstand geradezu empört. „Immerhin“, hob der 53-Jährige mit der bedeutungsschwangeren Stimme eines alten Kriegsveteranen an, „habe ich schon in den 80er-Jahren das Derby zwischen Mainz-Finthen und Mainz-Gonsenheim teilgenommen.“ Als einige der Zuhörer milde lächelten, sagte Heidel mit einem Grinsen: „Da brauchen Sie gar nicht zu lachen.“

Tatsächlich gehörte das Mainzer Ortsteil-Derby damals zu den Höhepunkten in der 5. Liga, doch dürfte Heidel wie auch der neue Schalker Trainer Markus Weinzierl am Samstag (18.30 Uhr hier im Live-Ticker) einen neue Dimension des Nachbarschaftskampfes kennen lernen, wenn es zum 149. Pflichtspiel-Derby zur Borussia in Dortmund geht. Während Heidel das Revierderby zumindest schon zwei Mal als unbeteiligter Zuschauer erlebt hat – einmal in Dortmund und einmal auf Schalke –, ist es für Weinzierl wie auch für viele der neuen Spieler der Königsblauen absolutes Neuland. Doch Weinzierl glaubt: „Jeder Spieler weiß, was diese Partie den Leuten hier bedeutet.“

Volle Hütte beim Abschlusstraining

Um das zu untermauern, ließen die Schalker die letzten beiden Trainingseinheiten vor der Begegnung alle Gepflogenheiten öffentlich, damit die Spieler noch einmal für die Relevanz dieses Duells sensibilisiert werden. „Das ist kein Allheilmittel, das Derby zu gewinnen“, sagt Heidel: „Aber die Spieler sollen merken, dass diese Partie derzeit das Thema überhaupt ist. Jeder im Ruhrgebiet wird am Samstag gegen 20.30 Uhr wissen, wie das Spiel ausgegangen ist.“ Es waren fast 4000 Fans, die zum Abschlusstraining am frühen Freitagabend auf das Vereinsgelände strömten – und das trotz des fiesen Nieselregens, der vom Himmel niederging. Auf das Abbrennen von Bengalos – wie im Vorjahr geschehen – wurde dieses Mal allerdings verzichtet.

Schalker Abschlusstraining vor voller Hütte - Bilder

Die Schalker hoffen nicht nur auf die Unterstützung der gut 7000 Fans, die ins Dortmunder Stadion kommen werden, sondern auch auf die Fortsetzung ihrer Serie. Die Blauweißen haben nach dem katastrophalen Start fünf Spiele in Folge nicht mehr verloren und aus den vergangenen drei Liga-Spielen sieben Punkte geholt. Ein Lauf, den Weinzierl fortsetzen will: „Es geht nicht nur um die 90 Minuten, sondern um die ganze Phase, in der wir gerade stecken.“ Auf alle Fälle fahre man „mit sehr breiter Brust“ nach Dortmund.

Der Einsatz der angeschlagenen Leon Goretzka und Franco Di Santo war am Freitag noch fraglich, doch absolvierten beide das Abschlusstraining komplett, was darauf hindeutet, dass sie in Dortmund zur Verfügung stehen werden.

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Quelle: wa.de

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