Nach erstem Bundesliga-Tor

Avdijaj ist bereit für den Konkurrenzkampf auf Schalke

Donis Avdijaj gab in Salzburg sein Startelf-Debüt. In Hamburg gelang dem Schalker sein erstes Bundesliga-Tor.
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Donis Avdijaj gab in Salzburg sein Startelf-Debüt. In Hamburg gelang dem Schalker sein erstes Bundesliga-Tor.

Gelsenkirchen - Donis Avdijaj nutzt seine Chance und erzielt in Hamburg seinen ersten Bundesliga-Treffer. Aktuell profitiert er auch von der Personalnot bei Schalke 04. Aber der Youngster will sich hinter den großen Namen nicht verstecken.

Er musste einiges loswerden. Donis Avdijaj ballte die Faust. Schrie alles aus sich raus, was er hatte. So lange hatte der 20-Jährige diesen Moment gewartet. Auf sein erstes Tor in der deutschen Eliteklasse des Fußballs. So, wie er sich freute, hätte man den Eindruck gewinnen können, ihm sei der Siegtreffer für Schalke 04 gelungen. Doch es war nur der Anschluss zum 1:2 beim Hamburger SV.

„Die Mannschaft steht im Vordergrund“, sagte Avdijaj im Zwiespalt zwischen Jubel und Enttäuschung. „Es ist schade, dass wir nichts mitnehmen konnten. Persönlich freut mich das natürlich. Ich habe lange darauf hingearbeitet.“ Was schon beinahe untertrieben klingt. Er brannte förmlich darauf, die Kugel endlich im gegnerischen Tor unterzubringen. In der Europa-League-Partie beim FC Salzburg (0:2), als Avdijaj sein Startelf-Debüt gegeben hatte, war ihm das deutlich anzusehen. Der Offensiv-Dribbler war wie auch in seinen anderen Einsätzen heiß wie Frittenfett. Motiviert bis unter die Haarspitzen. „Dass der Ball diesmal saß, war ein super schönes Gefühl“, erklärte Avdijaj, der im Sommer nach seiner Ausleihe zu Sturm Graz zurück zu Schalke 04 kehrte.

43 Bundesliga-Minuten

Und er wollte mehr. Noch in Hamburg. Der 20-Jährige schnappte sich nach seinem Tor die Kugel, rannte damit zum Mittelkreis, um noch alles zu versuchen. Den Kopf hängen lassen? Nein, das passt nicht ins Naturell eines Donis Avdijaj. Auch nicht, wenn nur noch die Nachspielzeit ansteht. „Im Fußball ist jede Sekunde wichtig“, betont er. „Wenn 93 Minuten zu spielen sind und 92:50 auf der Uhr steht, kann immer noch etwas passieren.“

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Mit diesen Eigenschaften passt es gut in das von Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl geforderte Profil. Spieler, die sich nicht hängen lassen. Auch nicht bei Rückstand. Bis zum Abpfiff alles geben.

Bislang kam Avdijaj in der Bundesliga dabei allerdings nur zu sporadischen Einsätzen. Auch aufgrund seiner lange Zwangspause wegen einer Meniskusverletzung, die ihn gut drei Monate außer Gefecht setzte. In den jüngsten drei Partien wechselte Weinzierl ihn immer ein. Unterm Strich macht das 43 Minuten in der deutschen Bundesliga.

Avdijaj lernt von Huntelaar

Wenn es nach Avdijaj geht, sollen künftig noch eine dazukommen. Momentan kommt ihm persönlich allerdings auch die Tatsache zugute, dass Schalke alle nominellen Stürmer fehlen. Nach der Winterpause könnte sich die Lage wieder zumindest ein wenig entspannen. Was für den 20-Jährgen keine Rolle spielt, denn: „Ich möchte nicht davon profitieren, dass andere verletzt sind. Ich möchte, dass die Leute wissen, was ich kann und was nicht. Dass die anderen verletzt sind, macht mich nicht glücklich, sondern eher traurig.“

Denn neben Qualität fehlen Schalke auch damit auch Leader, „die uns in den letzten Wochen gutgetan hätten“, merkt Avdijaj an. Zumal er auch von erfahrenen Stürmern wie Klaas-Jan Huntelaar lernt. „Wir sind alle ein Team“, erklärt der 20-Jährige.

Doch selbst wenn alle Angreifer wieder dabei sind, will sich Avdijaj, der sich selbst als „offensiven Kreativ-Spieler“ bezeichnet, nicht in seinem Schneckenhaus verkriechen. „Ich traue mir das auf jeden Fall zu“, sagt er. „Es ist nicht so, dass ich dann sage, ich verstecke mich jetzt. Ich finde es gut, wenn sie zurück sind. Ich will zeigen, dass ich mithalten kann.“ Und sich für mehr beweisen.

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Quelle: wa.de

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