Dritte Amtszeit des Jahrhundertcoachs

Darum ist Stevens' Trainer-Mission für Schalke von doppeltem Wert

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Schalkes Trainer Huub Stevens.

Huub Stevens räumt ehrlich ein, dass er sich auf das Ende seiner dritten Trainer-Amtszeit auf Schalke freut. Der Klub könnte am Ende doppelt davon profitieren.

Gelsenkirchen – Demut? Oder doch eher Freude? Huub Stevens muss da überhaupt nicht lange überlegen. „Ich habe es immer gesagt: Es war die schwierigste Aufgabe meiner ganzen Karriere“, sagt Schalkes Trainer: „Daher bist du froh, wenn du sagen kannst: Jetzt ist es endlich vorbei.“

Fast zumindest. Eine Aufgabe wartet noch auf Stevens in seiner drittem Amtszeit mit den Königsblauen: das Heimspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker). Seine Mission hat der 65-Jährige mit seinem Trainerteam aber schon jetzt erfüllt: Er hat dem abgestürzten Vize-Meister die Klasse gesichert. Stevens’ Wirken hat seinen Zweck erfüllt.

Stevens: Das hat Kilos und Kraft gekostet

Aber dass der Niederländer bei seinem Herzensklub noch einmal als Trainer aktiv war, kann für Schalke sogar doppelt wertvoll sein. Denn der 65-Jährige wird anschließend sein Mandat als Aufsichtsrat wieder annehmen – wenn auch nach einer kleinen Auszeit: „Das Ganze hat einige Kilos und vor allem Kraft gekostet“, gibt Schalkes Jahrhundertcoach ehrlich zu.

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Aber er hat dafür in dieser Zeit wertvolle Einblicke bekommen, die nur als Trainer zu gewinnen sind, der täglich mit der Mannschaft arbeitet. Und die dem Klub mittelfristig sogar noch mehr helfen könnten. „Das war einmalig, um davon profitieren zu können“, sagt der 65-Jährige. Er werde aber nicht nur an den Aufsichtsrat berichten, sondern auch an Sportvorstand Jochen Schneider – sofern es gewünscht sei.

Schalkes Jahrhunderttrainer deutet Probleme an

Mit welchen Erkenntnissen Stevens sein jüngstes Trainer-Intermezzo beendet, lässt er offen. Vielsagend deutet er an, wo die Probleme lagen und zum Teil noch liegen: „Wir leben in einem System mit Reichtum, und Reichtum ist ganz gefährlich. Wir haben eine egoistische Welt bekommen. Jeder denkt nur an sich selbst. Das macht es schwieriger, eine Mannschaft zu formen.“

Stevens ist aber der Meinung, „dass wir da in den vergangenen Wochen einige Schritte nach vorne gemacht haben.“ Damit bestätigte er im Grunde das, was zuletzt offensichtlich war: Dem von Ex-Manager Christian Heidel zusammengestellten Schalker Team fehlt es an Charakter. Eine wichtige Lehre für die künftige Kader-Planung.

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Quelle: wa.de

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