Defizite aufgedeckt

Daran muss Schalke 04 kurzfristig arbeiten

Yevhen Konoplyanka.
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Yevhen Konoplyanka.

Gelsenkirchen - In den letzten zwei Spiele hatte Schalke 04 Probleme mit der Spielweise von Freiburg und insbesondere des HSV. In der Vorbereitung müssen Lösungen her.

Die Ausgangslage ist nicht gerade die beste für die zweite Saisonhälfte. Doch beim FC Schalke 04 hisst noch niemand die weiße Flagge. Die Weihnachtspause kommt daher auch gelegen, "in der wir alle Kraft tanken können und im neuen Jahr dann neu angreifen wollen", sagt Trainer Markus Weinzierl und gibt damit die klare Marschroute vor. Trotz der mageren Ausbeute von 18 Punkten haben die Königsblauen die Europapokal-Plätze noch nicht abgeschrieben: "Theoretisch", so der Coach, "haben wir aber noch alle Chancen, unsere Ziele zu erreichen."

Dafür muss die Mannschaft aber wesentlich besser auftreten als zum Jahres-Endspurt. Vor allem die Darbietungen gegen den SC Freiburg (1:1) und insbesondere beim Hamburger SV (1:2) deckten weitere Defizite auf. Die Zahl von sechs Torschüssen etwa beim HSV gehört nicht gerade zu den Top-Werten. Was nicht in nur in der Tatsache begründet liegt, dass Schalke alle vier etatmäßigen Stürmer fehlen. „Das macht sich zwar bemerkbar, aber die Leute, die auf dem Platz sind, müssen entsprechend diesen Job übernehmen“, stellt Kapitän Benedikt Höwedes klar.

Probleme mit Pressing

Die Hauptursache war eine andere. „Der HSV hat das absolut richtige Stilmittel gegen uns gefunden“, führt Manager Christian Heidel aus. Und das war recht schlicht. Pressing und frühes Attackieren. Schon die Dreierkette geriet so stets unter Druck und wusste sich nicht anders zu helfen als mit langen, weiten Bällen nach vorne. Wo wieder die dünne Personaldecke ins Spiel kommt: Die nicht gerade als Kopfball-Ungeheuer bekannten Max Meyer (1,73 Meter) und Yevhen Konoplyanka (1,78) können solche Bälle nur in den seltensten Fällen verwerten. Ähnlich machte es Freiburg drei Tage zuvor, nur nicht so konsequent wie der HSV.

Konoplyanka kann es nicht fassen: Bilder von Schalkes Pleite beim HSV

Fakt ist: Es müssen Lösungen her. Ein kontrollierter Spielaufbau ist so kaum möglich, die Außen um Alessandro Schöpf und Sead Kolasinac beziehungsweise Abdul Rahman Baba konnten so weder ihr Tempo noch ihre Offensiv-Qualitäten auf den Rasen bringen. Dadurch lahmt das gesamte Angriffsspiel der Königsblauen. “Wir müssen daraus unsere Lehren ziehen, damit wir in der Rückrunde anders auftreten“, sagt Ralf Fährmann.

Defensive nicht eingespielt

Probleme hatte auch die Defensive, die an den Gegentoren durchaus ihren Anteil hatte. Dass in Naldo und Matija Nastasic zuletzt zwei Stammkräfte der Dreierkette nicht zur Verfügung standen, machte sich stark bemerkbar. "Das ist nicht eingespielt", meint Weinzierl.

Der Coach muss im Trainingslager in Benidorm (4. bis 11. Januar) daran arbeiten, dass es besser läuft. Auch im Falle mehrerer Spieler-Ausfälle. Sonst dürfte es schwierig werden, die Ziele doch noch zu erreichen. Alles machbar, weshalb Fährmann treffend anmerkt: "Es ist keinen Grund, in Panik zu verfallen. Aber natürlich auch keinen, um zufrieden zu sein." Doch klar ist auch: Große Aussetzer dürfen sich die Schalker in der Rückrunde nicht mehr erlauben.

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Quelle: wa.de

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