BVB-Fahne auf dem Dach der Schalker Arena platziert

GELSENKIRCHEN - Da hat sich einer aber einen bösen Scherz erlaubt: Urplötzlich, quasi über Nacht, fand sich im Südbereich der Gelsenkirchener Veltins-Arena, wo Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 sein Zuhause hat, eine durch das Dach gesteckte Fahne des ungeliebten Revier-Nachbarn Borussia Dortmund wieder.

Der Mitarbeiter einer Firma, die „auf Schalke“ ihrer Tätigkeit nachgeht, hat das höchst suspekte „Feindes“-Utensil dort drapiert. Für Ulrich Dargel, den Technischen Leiter der Veltins-Arena, geradezu ein lästerlicher Akt. In zehn Minuten sitze der Betroffene in seinem Auto und könne nach Hause fahren, entfuhr es Dargel, nachdem er von dem Vorgang erfahren hatte.

Dabei haben sie „auf Schalke“ aktuell doch weitaus gravierendere Herausforderungen zu bestehen: Der große Dachschaden, der durch Schneemassen auf der multifunktionalen Spielstätte in Gelsenkirchen entstanden ist, muss in den Griff bekommen werden. 28 Helfer, zur Sicherung angeseilt, befinden sich auf dem Dach der Arena und schippen Schnee herunter. „Die schuften von morgens um sechs bis zum Einbruch der Dunkelheit. Und wer zu Hause schon einmal heftig Schnee geschippt hat, weiß, was das für eine Anstrengung bedeutet. Hochachtung, wie die da oben knubbeln. Die sind nach ihrer Arbeit fix und fertig“, berichtete Dargel.

Wegen des Dachschadens war der für heute geplante Biathlon-Wettbewerb „World Team Challenge“ abgesagt worden, weil die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleistet werden konnte. Die Arbeiten beschränken sich derzeit auf Schneeräumung. „Kriegen Sie mal zwischen den Jahren einen Handwerker oder eine Firma“, klagte Dargel.

Heute und morgen sollen die Schneeschipper eine Auszeit nehmen dürfen. Dargel kündigte an, dass in der ersten Januar-Woche die Planungen für die Reparaturarbeiten an den empfindlichen Dachmembranen vorangetrieben werden sollen. An sechs Stellen und auf einer Fläche von etwa 6 000 Quadratmetern ist das Schalke-Dach zerrissen. Das erste Spiel der Rückrunde am 15. Januar gegen Hamburg soll aber nicht gefährdet sein. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare