„Dann wird es aber nicht so friedlich“

Trotz erstem Punkt: Schalke-Ultras drohen vor brisantem Derby mit deutlichen Worten

Die wütenden Ultras des FC Schalke 04 nach einer Niederlage in der Bundesliga.
+
Die Ultras des FC Schalke haben den Profis vor dem Derby eine klare Ansage gemacht.

Vor dem Derby gegen Borussia Dortmund haben die Schalke-Ultras ihrer Mannschaft eine Ansage gemacht. Dabei wurde unter anderem eine ernste Drohung ausgesprochen.

  • Am kommenden Samstag findet das Revierderby zwischen Borussia Dortmund* und dem FC Schalke 04* statt.
  • S04 befindet sich weiterhin in einer großen Vereinskrise.
  • Nun warteten die Ultras der „Knappen“ vor dem Stadion und drohten der Mannschaft im Falle eines schlechten Derbys.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

München - Im Ruhrgebiet bricht mal wieder eine ganz besondere Zeit an. Am kommenden Samstag steigt das 157. Revierderby zwischen Borussia Dortmund* und dem FC Schalke 04*. Das Duell der wohl größten Rivalen im deutschen Fußball liefert schon einige Tage vor Anpfiff eine Menge Brisanz.

So befinden sich die Schalker immer noch mitten in einer großen sportlichen und wirtschaftlichen Krise. Zwar konnten die „Knappen“ am Sonntag ihren ersten Bundesliga*-Punkt gegen Union Berlin* einfahren, warten aber nun seit saisonübergreifend 20 Spielen auf einen Sieg.

80 Schalke-Ultras mit Ansage vor Derby gegen den BVB

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Rund 80 Ultras mit Redebedarf hatten sich im Anschluss an die Partie am Eingang West versammelt. "Das war okay heute, ihr müsst aber fürs Derby noch ein paar Prozente mehr draufpacken", forderte der Wortführer der Ultras und stellte klar: "Das Derby ist das wichtigste Spiel im Jahr. Ihr geht da raus und gebt alles. Das kann man verlieren, es kommt aber auf die Art und Weise an." Zugleich kündigte er an: "Wenn ihr euch nicht mindestens so präsentiert wie heute, dann sehen wir uns wieder. Dann wird es aber nicht so friedlich. Ist das angekommen?" Zum Abschluss gab es noch einige einschwörende Worte: "200 Prozent! Von jedem! Für Schalke! Auf geht's!" Es folgte lautes Klatschen. Die Fans, die zuvor nicht unter den 300 anwesenden Zuschauern im Stadion gewesen waren, waren eigens an die Arena gekommen, um das Gespräch mit der Mannschaft zu suchen. Riether: Nachfrage: "Das war eher motivierend. Es gab eine Aussprache. Die Fans haben uns für das Derby heiß gemacht." Dass es angesichts des langen Wartens auf einen Sieg "auch mal laut wird, ist doch normal", meinte Riether: "Das ist Druck, der raus muss. Das ist verständlich. Normal können die Fans den im Stadion rauslassen. • • • • • #s04 #schalke #fcschalke04 #schalke04 #gelsenkirchen #derby #ruhrpott #ultra #ultras #bundesliga #fans

A post shared by @ unserkumpelundmalocherclub on

Der Druck vor dem im Kohlenpott „wichtigsten Spiel des Jahres“ ist also immens. Sollte das einer der Spieler noch nicht verstanden haben, bekam er es nun von den eigenen Ultras dick hinter die Ohren geschrieben. Die versammelten sich nach dem Union-Spiel nämlich mit rund 80 Mann vor der Veltins-Arena und machten dem Team von Trainer Manuel Baum eine Ansage. Das berichtet Bild (Artikel hinter einer Bezahlschranke).

„Das war okay heute. Ihr müsst aber noch ein paar Prozente mehr draufpacken. Das Derby ist das wichtigste Spiel im Jahr. Ihr geht da raus und gebt alles. Das kann man verlieren“, starten die glühenden Anhänger noch recht motivierend. Dann wird es jedoch um einiges ernster:

Schalke-Ultras: „Dann wird es nicht so friedlich!“

„Es kommt aber auf die Art und Weise an. Wenn ihr euch nicht mindestens so präsentiert wie heute, dann sehen wir uns wieder. Dann wird es aber nicht so friedlich. Ist das angekommen? 200 Prozent! Von jedem! Für Schalke - Auf geht‘s!“ Was sich wie eine klare Drohung anhört, wird von Sascha Riether allerdings eher als „Aussprache“ interpretiert. Der Leiter der Lizenzspieler-Abteilung äußerte sich beschwichtigend:

„Die Fans haben uns für das Derby heiß gemacht. Dass es nach so vielen sieglosen Spielen auch mal laut wird, ist doch normal. Das ist Druck, der muss raus, das ist verständlich. Normal können die Fans den im Stadion rauslassen.“ Das ist aufgrund der Corona-Pandemie* ist das aktuell nicht möglich.

Bleibt zu hoffen, dass der Druck auch nach dem Spiel nur in verbaler Form abgebaut wird. Wobei das bei manchen Schalke-Fans auch nicht zu helfen scheint. So sorgten Einzelne beim U19-Derby für einen Rassismus-Eklat, bei dem BVB-Talent Youssoufa Moukoko lautstark beleidigt wurde. (ta) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare