Schweizer (19) arbeitet am Comeback

Breel Embolos Liebeserklärung an Schalke: "Perfekter Verein für mich!"

Gegen Borussia Mönchengladbach traf Breel Embolo am sechsten Spieltag doppelt.
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Gegen Borussia Mönchengladbach traf Breel Embolo am sechsten Spieltag doppelt.

Gelsenkirchen - Breel Embolo, Schweizer Offensivspieler mit kamerunischen Wurzeln in Diensten des FC Schalke 04, hat den "Königsblauen" in einem Interview mit dem Schweizer "Blick" eine neuerliche Liebeserklärung gemacht. Schalke sei der "perfekte Verein für mich. Mir war schon vor diesem Wechsel bewusst, dass ich in einen menschlich tollen Verein komme", so Embolo, der nach einem Sprunggelenks- und Wadenbeinbruch sowie gerissenem Syndesmose- und Innenband am Comeback arbeitet.

Im Gespräch mit der Tageszeitung Blick betonte Embolo noch einmal, dass er seine Entscheidung pro FC Schalke 04 aus voller Überzeugung getroffen habe. Nachfragen zu Kontakten oder gar Verhandlungen mit RB Leipzig und Manchester United ("Mitten in den Verhandlungen mit RB rief José Mourinho an und ­wollte Sie zu ManUtd holen. Was sagte er zu Ihnen?") blockte er ab.

"Ich habe mich für Schalke entschieden, nur das zählt für mich. Über andere Vereine rede ich nicht. Ich bin froh, dass ich bei Schalke bin. Mir war es sehr wichtig, den richtigen Schritt zu machen. Ich machte mir Gedanken, was am besten zu mir passt – das Ergebnis war am Ende, dass Schalke der perfekte Verein für mich ist. Die Emotionen, das Kämpferische", so der 19-jährige Embolo.

Der Schweizer Nationalspieler war zur Saison 2016/17 vom FC Basel nach Gelsenkirchen gewechselt, unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis 2021. Denkbar schlecht - nämlich mit fünf Niederlagen - begann seine Bundesliga-Laufbahn, ehe am sechsten Spieltag beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach der Knoten platzte: Embolo traf beim ersten "Dreier" doppelt.

Dann aber kam bereits der Schock: Im Auswärtsspiel in Augsburg wurde der 19-Jährige rüde von Konstantinos Stafylidis gefoult, zog sich den Sprunggelenks- und Wadenbeinbruch sowie Syndesmose- und Innenbandriss zu.

Dem Blick sagte Embolo, dass er zwar ans Schicksal glaube, sich aber dennoch eine Mitschuld an seiner Verletzung gegeben und sich Vorwürfe gemacht habe. 

Der Schockmoment: Breel Embolo wird in Augsburg vom Platz getragen. Aktuell arbeitet der 19-Jährige an seinem Comeback.

"Ich fühlte mich an jenem Tag wohl und dachte nicht daran, dass mir etwas passieren könnte. Ich war gedanklich in jener Szene schon weiter, war mir sicher, dass ich ihn stehen gelassen habe. Als er dann von hinten kam, war es ein Schock. Solche Szenen hatte ich 10, 15 in meiner Karriere erlebt, aber stets konnte ich mich mit Aufspringen retten. Ich wusste nach dem Aufprall sofort, dass etwas kaputt ist. Aber sicher nicht, dass die Verletzung so schwer ist."

Dass er vier bis sechs Monate ausfallen könne, habe er nicht geglaubt. "Nicht im Traum dachte ich daran, so lange auszufallen. Auf dem Weg ins Spital habe ich im Krankenwagen mein Handy gezückt und das Spiel weitergeschaut. Ich dachte, das seien höchstens die Bänder, nahm keine Schmerztabletten, nichts. Irgendwann kam dann aber ein Arzt. Er sagte: Bist du dir bewusst, dass einiges kaputt ist und du operiert werden musst? Ich hatte noch nie im Leben von dieser Verletzung gehört. Erst ab jenem Moment realisierte ich die Schwere der Verletzung."

Im Februar will Breel Embolo wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. "Als ich die Ausfalldauer von vier bis sechs Monaten mitgeteilt bekam, habe ich mir in den Kopf gesetzt, es früher zu schaffen. Das ist mein Ziel", so der Schweizer.

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Quelle: wa.de

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