Top-Spiel der Woche

Zwischen Meisterschaft, Aufstieg und Revanche:  Saisonfinale zwischen Coesfeld und Dülmen

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In seinem letzten Spiel im Trikot der DJK Coesfeld möchte Engin Yavuzaslan den Meistertitel in der Bezirksliga holen!

Coesfeld/Dülmen. Es ist das große Finale: Am Sonntag bittet die DJK Coesfeld Erzrivale TSG Dülmen zum letzten Tanz der Saison. Und der hat es in sich. Coesfeld kann sich zum Meistertitel schießen, Dülmen Revanche für die Pokal-Niederlage nehmen und vielleicht sogar noch mehr: den Aufstieg schaffen.

Die DJK Coesfeld hat am vergangenen Sonntag die mögliche Vorentscheidung im Meisterkampf geliefert. Durch den 1:2-Erfolg im Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Deuten hat Coesfeld es am letzten Spieltag nun selbst in der Hand, steht mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz Eins. „Ich muss schon sagen, das war ein geiles Spiel“, freut sich DJK-Coach Engin Yavuzaslan. „Ein Wahnsinns-Niveau und ein hochverdienter Sieger! Jetzt wollen wir den Deckel drauf machen, komme was wolle.“ Die TSG hingegen muss sich nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Vorwärts Epe sehr wahrscheinlich von Platz Drei und damit einem möglichen Aufstieg (Streiflichter berichteten) verabschieden. „Das ist sehr schmerzhaft, aber es war leider ein verdienter Sieg für Epe“, erklärt der Dülmener Trainer Marcus Fischer. „Das ist irgendwie typisch für unsere ganze Saison.“ Nun steht Dülmen auf Platz Fünf, muss im letzten Spiel punkten und gleichzeitig auf Ausrutscher von Epe und Haltern II hoffen, damit sie noch auf den dritten Platz rutschen. „Wir müssen definitiv gegen Coesfeld gewinnen und dann hoffen“, so Fischer über das mögliche Wunder.

Die Ausgangslage

Die Vorfreude vor dem Spiel ist auf beiden Seiten spürbar. Für Coesfeld ist es das letzte Heimspiel der Saison, für Yavuzaslan und viele seiner Spieler das allerletzte in blau-weiß. „Wir wollen diese Woche eine Einigung finden“, verrät der Spielertrainer über seinen noch bis 2020 gültigen Vertrag. „Wenn ich hier noch ein Jahr als Funktionär arbeiten soll, dann wären beide Seiten nicht glücklich.“ Stattdessen will er bei Bundesligisten hospitieren und „Sonntags auf den Plätzen sein“. Schwierig fällt ihm der Abschied aber dennoch: „Die Jungs sind mir extrem ans Herz gewachsen. Der Gedanke, sie nicht mehr wiederzusehen, macht mich echt fertig.“ Was passiert, wenn der Schlusspfiff ertönt? „Da kann ich für nichts garantieren. Vielleicht breche ich in Tränen aus oder einfach zusammen.“ Verabschieden will sich Yavuzaslan mit dem Maximum: Meisterschaft und Pokal (Finale am 30. Mai gegen FC Vreden.) „Das wird ein sehr intensives Spiel, aber uns interessiert nicht, was für Dülmen noch möglich ist. Wir sind hochkonzentriert und geben 120 Prozent!“ Über die Zukunft der Mannschaft, aus der viele Spieler wegbrechen, will sich der Trainer nicht äußern: „Dafür sind andere verantwortlich. Uns interessiert nur die Meisterschaft.“

Auch die TSG ist heiß auf das Saisonfinale: „Wir haben noch eine Rechnung mit Coesfeld offen aus der Hinrunde und dem Pokal. Vor allem für die Art und Weise, wie sie sich gegenüber uns verhalten haben. Das wird ein emotionales Spiel“, so Fischer. „Wir glauben definitiv an uns und können Coesfeld auch noch die Meisterschaft versauen.“ Das wäre ein versöhnlicher Abschluss für eine nicht optimale Saison. „Natürlich sind wir nicht zufrieden. Ich habe vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgegeben. Diese Saison war es einfach zu wenig von uns“, analysiert Fischer, der in der kommenden Saison vermutlich nur noch an der Seitenlinie aktiv sein wird. Für die kommende Spielzeit steckt er sich ohnehin andere Ziele: „Wir wollen oben mitspielen und bis zum Ende Möglichkeiten bewahren. Aber es wäre grob fahrlässig zu sagen, dass wir aufsteigen müssen.“

Das Personal

Bei der DJK fallen „sehr, sehr viele Spieler“ aus, so Yavuzaslan, „aber wir werden elf Mann auf den Platz kriegen“. Bis auf Alexander Kock, der mit einem Muskelbündelteilanriss ausfällt, stehen bei der TSG alle Spieler zur Verfügung.

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