Yoga-AG in der Schule: Interview mit Jannik Preuß

+
Einmal wöchentlich leitet Jannik Preuß (hintere Reihe, Mitte) die Kinder-Yoga-AG der Lamberti-Grundschule.

Coesfeld. Seit Anfang Mai des vergangenen Jahres gibt es bereits die Kinder-Yoga-AG in der Lamberti-Grundschule in Coesfeld. Wenige Monate nach der ersten Stunde hat der 21-jährige Coesfelder Jannik Preuß diese übernommen und leitet sie seitdem einmal wöchentlich für zehn Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Streiflichter-Mitarbeiterin Lotte Köhne hat mit ihm über seine Aufgaben in der Schule und die Idee der Kinder-Yoga-Stunde gesprochen.

Wann hast du das erste Mal so richtig mit Kindern zusammen gearbeitet?

Jannik Preuß: Ich habe im März 2014 angefangen, die Fußball-AG in der Ludgeri-Grundschule in Coesfeld zu leiten. Nachdem ich dort zuvor mein Schülerpraktikum gemacht habe, wurde ich gefragt – auch weil ich selbst Fußball spiele –, ob ich diese Aufgabe nicht übernehmen möchte. Danach habe ich kurzzeitig mehrere AGs in der Laurentius-Grundschule geleitet und bin mittlerweile seit etwa 1,5 Jahren an der Lamberti-Grundschule.

Wie genau unterstützt du die Lamberti-Grundschule? Was gehört zu deinen Aufgaben?

Preuss: Ich gebe Förderunterricht in den Fächern Mathe und Deutsch. Außerdem leite ich die Ball- und Yoga-AG der OGS, bei denen die Kinder stetig in Bewegung sind, und helfe im Bereich der Vorschule.

Wie ist die Idee zum Kinder-Yoga gekommen und wie läuft eine Stunde ab?

Preuss: Die AG wurde bereits vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen. Ich habe sie dann nach wenigen Monaten übernommen. Als ich meinen Übungsleiterschein gemacht habe, gab es auch eine Stunde über Yoga. Ich habe daran so Gefallen gefunden, dass ich die AG gerne übernehmen wollte. Wir treffen uns jeden Freitag mit zehn Mädchen der OGS. Wir beginnen dann mit Yogaübungen in Verbindung mit einem Text, den ich vorlese. Wenn die Kinder eine Übung hören, die sie kennen, führen wir diese zusammen aus. Das dauert in etwa so 20 Minuten. Weiter geht es dann mit einer Traumreise. Dazu tun sich die Mädchen in Zweier-Gruppen zusammen. Die eine legt sich auf den Bauch und lauscht der Traumreise und die andere massiert sie dann mit der Hand oder Massagebällen. Am Ende gibt es dann immer noch Süßigkeiten für jedes Kind.

Wie sind bisher die Rückmeldungen von den Kindern, aber auch ihren Eltern? Macht sich die Yoga-Stunde bemerkbar?

Preuss: Ich habe bisher eigentlich nur gute Rückmeldungen bekommen. Die Kinder finden es alle super, was vielleicht auch an den Süßigkeiten liegen mag. Aber auch die Eltern sind begeistert, sodass ich sogar schon mal gefragt wurde, ob ich das nicht auch privat anbieten könnte. Die Kinder sind viel entspannter und ruhiger direkt nach der Stunde. Das ist ein guter Ausgleich, wenn sie hier acht Stunden mit 60 weiteren OGS-Kindern unterwegs sind. Das ist einfach deren Zeit zur Entspannung.

Du studierst ja Grundschullehramt. Warum hast du dich für dieses Studium entschieden und was gefällt dir besonders an deinem Job in der Schule?

Preuss: Ich arbeite super gerne mit Kindern zusammen. Man bekommt vieles von ihnen zurück, und vor allem kann auch ich von ihnen eine Menge lernen. Es ist schön, eine Art von Bildungsauftrag für die Kinder zu haben. Ich kann ihnen etwas beibringen, was sie ihr ganzes Leben noch gebrauchen können.

Zur Person:

Jannik Preuß ist 21 Jahre alt und wohnt mit seinem kleinen Bruder und seinen Eltern in Coesfeld. Mittlerweile studiert er Grundschullehramt an der TU in Dortmund und arbeitet nebenbei seit etwa 1,5 Jahren in der Lamberti-Grundschule in Coesfeld. Zu seinen Aufgaben gehört der Förderunterricht in Mathe und Deutsch und die Leitung der Ball- und Yoga-AG, die von der OGS angeboten werden. In seiner Freizeit spielt er selbst Fußball und verbringt Zeit mit seinen Freunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare