Im Wasser erfolgreich: Rettungsschwimmerinnen Kim Sicking und Katja Weißphal

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Kim Sicking (links) und Katja Weißphal.

Dülmen. Kim Sicking und Katja Weißphal sind im Wasser zwei echte Asse. Die beiden Dülmenerinnen schwimmen für ihr Leben gern. Im Notfall könnten sie sogar Leben retten, denn beide treten auf Wettkampfbasis für die DLRG Ascheberg-Herbern an und konnten schon einige Erfolge feiern.

Zuletzt nahmen die beiden an den NRW-Landesmeisterschaften Anfang Mai in Gelsenkirchen teil. Beide waren in der Staffel erfolgreich. Kim Sicking sicherte sich zusätzlich sogar den Landesmeistertitel im Einzel. Und dafür muss man einiges drauf haben und sich in Disziplinen beweisen. SL-Mitarbeiter Markus Schmidt traf sich mit den beiden 17-jährigen Schülerinnen und sprach mit ihnen über ihr größtes Hobby – das Schwimmen – und darüber, wie es nach dem Erfolg auf Landesebene nun für beide weitergeht.


Herzlichen Glückwunsch euch beiden! Was bedeutet das sehr gute Abschneiden jetzt für euch? 

Kim Sicking: Danke! Wir sind jetzt für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Die finden am 3. und 4. November in Hagen statt.


Und was kam vor den Landesmeisterschaften? 

Katja Weißphal:

Also...: Es gibt drei Hauptwettkämpfe. Im März haben wir uns bei den Bezirksmeisterschaften in Coesfeld für die Landesmeisterschaften qualifiziert. Wenn man da erfolgreich ist, dann darf man zu den Deutschen Meisterschaften. Bei jedem Wettbewerb qualifizieren sich die ersten meistens automatisch. Streng genommen braucht man aber eine bestimmte Punktzahl, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

Ihr kommt beide aus Dülmen. Wieso schwimmt ihr für die DLRG Ascheberg-Herbern? 

Kim Sicking: Das war nicht immer so. Wir waren erst bei der DLRG in Lette und seit etwa eineinhalb Jahren schwimmen wir jetzt für Ascheberg-Herbern. 

Katja Weißphal: Genau. Bei Ascheberg-Herbern können wir uns optimal weiterentwickeln – und es passt auch super mit den Leuten. Man kannte sich ja durch die Wettkämpfe untereinander vorher schon ein bisschen.

War das Schwimmen schon immer ein Teil eures Lebens? 

Kim Sicking: Ja. Mama, Papa und meine große Schwester schwimmen auch. Mit drei Jahren habe ich mein Seepferdchen gemacht. Mit neun bin ich dann bei der DLRG angefangen und seit Anfang 2016 schwimme ich noch zusätzlich bei den Wasserfreunden Dülmen. Man kann also schon sagen, dass ich ziemlich früh mit Wasser in Kontakt gekommen bin. 

Katja Weißphal: Bei uns liegt das Schwimmen auch irgendwie in der Familie. Ich bin seit dem fünften Lebensjahr bei den Wasserfreunden aktiv.

Und wie oft trainiert ihr? 

Katja Weißphal:

Aktuell trainieren wir dreimal die Woche, davon zweimal bei den Wasserfreunden in Dülmen und einmal die Woche vom DLRG aus in Herbern. 


Einmal die Woche in Herbern zu trainieren, ist ja auch ein logistischer Aufwand. Das ist kein Problem? 

Katja Weißphal: Unsere Eltern fahren uns jede Woche. Bald sind wir 18, dann können wir das selbst übernehmen. 


Was war bisher euer Highlight? 

Kim Sicking: Die Teilnahme an der „Rescue 2016“, das ist die Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen, die letztes Jahr in Holland stattfand. Die ging über zwei Wochen. In der ersten Woche traten alle Nationalteams gegeneinander an, in der zweiten Woche konnten Vereine und Länder gegeneinander schwimmen.“

Bekommt ihr bei den Wettkämpfen auch immer kräftig Unterstützung von euren Familien? 

Katja Weißphal: (grinst) Ja. Kims Oma ist die Beste. Sie hat für die WM extra ein Plakat gemalt und kommt immer mit einem Essenskorb. Da kommen dann auch immer die anderen Schwimmer und wollen was abhaben. 


Welche Wettkämpfe habt ihr als nächste im Fokus?

 Katja Weißphal: Jetzt kommt erst der Junioren-Rettungspokal, der am 25. Mai in Paderborn startet. Im ersten Teil des Wettbewerbs schwimmen wir in der Halle und im zweiten Teil auch draußen im freien Wasser. Das Freiwasserschwimmen findet in Isenbüttel in Niedersachsen statt. 

Kim Sicking: Außerdem findet jedes Jahr abwechselnd entweder eine Europameisterschaft oder eine Weltmeisterschaft statt. Aber der Fokus liegt jetzt erst einmal auf dem Junioren-Rettungspokal.

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