„Die goldene Ananas gibt es nicht“

Top-Spiel der Woche: TSG Dülmen II trifft auf  SG Coesfeld

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Patrick Steinberg möchte mit seiner SG Coesfeld den vierten Platz verteidigen.

Dülmen/Coesfeld. Vier Jahre, vier Spieltage und ein Ziel: der vierte Platz. „Noch denke ich nicht daran“, sagt Patrick Steinberg kurz vor dem Saisonende - und damit auch seiner Zeit als SG-Trainer. „Natürlich habe ich das ein bisschen im Hinterkopf. Beim letzten Spieltag wird das dann kommen.“

Das große SG-Ziel, den Aufstieg, hat Steinberg nicht erreicht und auch diese Saison muss er sich mit einem Platz hinter dem Spitzenreiter zufrieden geben. „Nach der knappen Niederlage gegen Holtwick war auch der dritte Platz weg. Jetzt wollen wir den vierten Platz“, so Steinberg, der das Ziel aber auch nicht als „überlebenswichtig“ ansieht.

Mehr als zufrieden mit der aktuellen Rückrunde ist Ahmed Ibrahim. Der Trainer der TSG Dülmen II steht aktuell vier Punkte hinter den 06ern. Nach seiner Meinung hätte Dülmen sogar viel weiter oben stehen können: „Ich bin so selbstbewusst zu sagen, dass wir bestimmt 15 Punkte mehr hätten haben können.“ Vor allem die Hinrunde verhinderte eine bessere Punkteausbeute, damals habe die Mannschaft das Spielprinzip einfach noch nicht verstanden. „Aber die Mannschaft kann stolz auf sich sein. Nach zwei Jahren gegen den Abstieg werden wir immer besser“, so Ibrahim.

Im direkten Duell geht es eigentlich nur noch um die berühmte „goldene Ananas“. Aber sowohl Steinberg als auch Ibrahim wollen unbedingt die drei Punkte. „Für mich gibt es die goldene Ananas nicht. Wenn du auf den Platz kommst, spielst du für den Verein, den Trainer und die Mannschaft. Du gibst immer Vollgas!“, versichert Ibrahim seinen Jungs. „Gegen Coesfeld wird es schwer, sie sind fußballerisch besser, aber wir wollen uns nicht hinten rein stellen. Im Gegenteil, wir wollen in der Tabelle wieder rankommen.“ Auch Steinberg weiß um die Stärken des Gegners: „Ich habe Respekt davor, was Ahmed leistet. Sie haben richtig Qualität in der Offensive, da müssen wir auf der Hut sein.“

Die Ausgangslage 

Dass seine Amtszeit nach dieser Saison endet, nutzt Steinberg auch für die Motivation der Mannschaft: „Ich habe denen am Sonntag gesagt: ´Wenn euch was an mir liegt, dann holt aus den letzten fünf Spielen fünf Siege´.“ Den ersten Sieg haben seine Jungs gegen Seppenrade geholt. „Endlich mal wieder ein klarer Erfolg!“, freut sich Steinberg, über den 3:0-Sieg, fügt aber an: „So klar wie das Ergebnis war das Spiel nicht. Es war ein sehr umkämpftes Spiel.“ Und dennoch tut der Sieg unheimlich gut: „Das bringt richtig Selbstbewusstsein.“

Auch wenn die Reserve der TSG am Sonntag nur einen Punkt gegen Darup holen konnte, bewies die Mannschaft große Moral und machte einen Zwei-Tore-Rückstand wett. „Letztendlich geht das in Ordnung“, fasst Ibrahim das Spiel zusammen. Jetzt geht es für ihn nur noch um eins: „Wir wollen am Ende der Saison vor DJK Dülmen stehen, das ist mir wichtig.“

Das Personal

Ahmed Ibrahim redet sich in Rage: „Ich verstehe die Trainer nicht, die sich jede Woche aufs Neue beschweren, dass sie zu wenig Spieler haben.“ Bei ihm selber ist genau das Gegenteil der Fall: „Ich habe die Qual der Wahl, ein echtes Luxusproblem mit acht, neun Leuten auf der Bank. Aber das ist doch viel schwieriger, als wenn sich die Mannschaft eh von alleine aufstellt.“

Auch bei der SG Coesfeld ist der Kader gut gefüllt. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Simon Rotthäuser und David Herting sind alle Spieler an Bord.

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