Top-Spiel der Woche: Coesfeld II will ersten Dreier in Gronau einfahren

+
Auf einen Erfolg gegen Gronau hofft Carsten Schlamann (Bild rechts), Trainer der SG Coesfeld II.

Coesfeld. „Wir kommen super in das Spiel, spielen Vollgasfußball, haben Chance um Chance und müssen nach einer halben Stunde eigentlich 5:0 führen“, schwärmt SG-Trainer Carsten Schlamann: „Danach dann das komplette Gegenteil, keine Aggressivität, keine Balance.“ So steht es am Ende 5:2 für den FC Ottenstein und SG Coesfeld II bleibt mit einem Punkt nach sieben Spieltagen das Schlusslicht der Kreisliga A1. Für die Coesfelder eine vertraute Situation, denn auch in der vergangenen Saison legte die SG-Reserve mit nur vier Punkten in der Hinrunde einen desolaten Start hin. Dass die Truppe von Carsten Schlamann es eigentlich viel besser kann, bewies sie mit 29 Punkten und Platz fünf in der Rückrundentabelle. In dieser Saison will der Trainer ein zweigeteiltes Gesicht verhindern: „Ich hoffe, dass wir nicht erst wieder in der Rückrunde einen Raketenstart hinlegen. Das war sehr kräftezehrend und wir mussten von Spiel zu Spiel gezielt etwas verbessern. Wir wollen uns schon in der Hinrunde ein gutes Polster erspielen.“

Aber warum konnte Coesfeld bisher nicht an die starken Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen? Carsten Schlammen nennt mehrere Faktoren: „Wir hatten einen großen Umbruch und wir haben dieses Jahr nicht die hohe Trainingsbeteiligung aus der letzten Saison. Da kann man nicht so schnell Fortschritte machen.“ Außerdem fehle nach den unglücklichen Niederlagen das Selbstbewusstsein und „im Großen und Ganzen auch die Qualität, über 90 Minuten ebenbürtig zu sein“. Für Schlamann also kein Wunder, dass die Köpfe nach unten hängen: „Ist doch klar, dass die Stimmung bedrückt ist.“ Zu negativ will der Coach die Saison aber nicht bewerten: „Wir sind weiter als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Wenn die Jungs im Training Fortschritte machen, kommt der Erfolg von alleine.“

Die Ausgangslage 

Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet sich am Sonntag bei Fortuna Gronau. Die Mannschaft von Orhan Boga spielt eine starke Saison und kann sich trotz eines Torverhältnisses von 8:15 vorne festbeißen. Bis zur derben 0:6-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die U23 der SpVgg Vreden waren die Fortunen sogar Tabellenführer. In dieser Hinsicht ähneln sich Coesfeld und Gronau sogar: Beide zeigen mitunter zweigeteilte Gesichter. Coesfeld zwischen Hin-und Rückrunde und Gronau von Spiel zu Spiel. Vom Torverhältnis will sich Schlamann aber nicht blenden lassen: „Gronau hat vor allem vorne eine hochqualitative Mannschaft, Marcel Bösel hat im letzten Jahr 39 Hütten gemacht.“ Am Sonntag erwartet er „Kompaktheit und Aggresivität, Laufbereitschaft und Effektivität im letzten Drittel“, denn auch gegen Ottenstein hatte seine Truppe genügend Chancen, um zur Halbzeit „fünf, sechs, sieben“ Tore zu schießen. Trotz des schwierigen Gegners steht das Ziel fest: „Wer nicht mit dem Ziel zu gewinnen antritt, braucht gar nicht erst anzutreten. Das Ergebnis kann man dann nach dem Spiel immer noch bewerten.“

Das Personal 

Carsten Schlamann fasst sich kurz: „Die Personallage ist angespannt, auch das ist ein Faktor in dieser Saison. Aber ich rede sowieso lieber über die Spieler die da sind und nicht die, die fehlen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare