Team mit Läufern aus Coesfeld und Dülmen geht für guten Zweck an den Start

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Felix Uppenkamp (links) und Christian Reisener trainieren für den Hamburg-Marathon am 29. April. Mit ihrem Lauf unterstützen sie die eigens initiierte Aktion „Run for India“.

Coesfeld / Dülmen. Genau 42,195 Kilometer trennen Felix Uppenkamp und Christian Reisener von ihrem Ziel. Am 29. April beteiligen sich die beiden Sportler am Hamburg-Marathon. Den Anlass für die Teilnahme am norddeutschen Lauf fanden sie ganze 7 000 Kilometer vom „Land der Dichter und Denker“ entfernt im indischen Tallapudi.

„Gemeinsam mit Julius Heisterkamp saß ich im vergangenen Jahr auf einer Terasse in der südasiatischen Stadt“, erinnert sich der Dülmener Christian Reisener. Er ist Leher am Gymnasium Mariengarden in Borken, Julius Heisterkamp sein Schüler, die Reise war ein Schulprojekt. „Wir blickten auf die Schule Tallapudis und stellten fest: Dem Gebäude fehlt ein Stockwerk“, ergänzt Reisener.

Wieder zurück in der Heimat beschlossen die Sportbegeisterten, etwas gegen diese Tatsache zu unternehmen. Sie einigten sich auf eine selbst ins Leben gerufene Charity-Aktion: „Run for India“.

Eine Gruppe von mittlerweile sieben Läufern startet nun im April für den guten Zweck beim Marathon „Haspa“ in Hamburg, dem größten Frühjahrsmarathon Deutschlands. Mit dabei ist auch der Coesfelder Felix Uppenkamp. Für die Aktion sucht er zusammen mit Christian Reisener, Julius Heisterkamp, Christian Wennemar, Silke Büscher, Petra Hesener-Tenhaken und Ulrich Kleine-Boes Sponsoren. Das gesammelte Geld kommt der indischen Schule zugute.

„Als Anreiz, um die Aktion finanziell unterstützen zu wollen, veröffentlichen wir die Namen der Spender auf unserer projekteigenen Webseite“, erklärt Felix Uppenkamp. Der 23-Jährige studiert Grundschullehramt in Münster und ist genau wie Reisener Fußballtrainer bei der DJK Coesfeld. Zudem ist Uppenkamp der einzige der sieben Läufer, der bisher jemals bei einem Marathon startete. „Ich nahm schon am Münster-Marathon teil“, erklärt er. Sein Trainingsplan? „Laufen, laufen, laufen und das drei bis vier Mal pro Woche“, lacht der Sportler.

Gesucht seien nun Firmen, Einzelpersonen, Stammtische und Vereine, die sich am „Run for India“ finanziell beteiligen. Wer über 100 Euro spendet, der läuft übrigens selbst in Hamburg mit – zumindest als Schriftzug auf den T-Shirts von Reisener, Uppenkamp und Co. „Wir haben außerdem eine Wette abgeschlossen“, schmunzelt Reisener. Kommen bei der Aktion 10 000 Euro oder mehr zusammen, dann besucht das Läuferseptett zehn soziale Einrichtungen, um diese indisch zu unterhalten. „Singen, kochen oder das Tragen von landestypischer Kleidung stehen dann auf dem Programm“, verspricht Reisener. Der 37-Jährige reist schon im Sommer des Jahres erneut nach Tallapudi. Infos zum Projekt und eine Anleitung zum Spenden gibt es auf www.run-for-india.de.

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