Sportvereine aus Buldern, Merfeld und Billerbeck bringen Plätze auf neuen Stand

+
Daumen hoch für Merfelds neuen Kunstrasen: Werner Temming (von links), Klemens Schwaag, Christian Hoffmann, Heribert Wautmann, Karsten Hövenkamp.

Kreis Coesfeld. Gleich drei neue Kunstrasenplätze sind für die kommende Fußball-Saison im Kreis Coesfeld entstanden. Die beiden Dülmener Bezirksligisten Sportfreunde Merfeld und Adler Buldern bekamen ihren ersten Kunstrasenplatz und auf der Anlage des Aufsteigers DJK-VFL Billerbeck entstand jetzt sogar die zweite Fläche mit künstlichem Grün.

Nachdem die TSG Dülmen den ersten Schritt machte, zogen die SF Merfeld und Adler Buldern nach: Für die Realisierung ihres Platzes mussten die Merfelder 350 000 Euro zusammenbekommen. Dazu trugen Spendenaktionen, wie zum Beispiel ein Spanferkelessen bei. Die Stadt Dülmen unterstütze das Projekt, indem sie die Hälfte der Kosten übernahm. Der Verein erbrachte zusätzlich 80 000 Euro in Eigenleistungen. Kosten fielen nicht nur für den Rasen selbst, sondern auch für die Abtragung des alten Hartplatzes und Pflasterarbeiten an.

„Der Kunstrasen der Firma ,Domo‘ ist mit Sand und Kork-Granulat gefüllt“, so Werner Temming, der in Merfeld die Bauleitung für das neue Fußballfeld übernahm. „Der Vorteil ist ganz klar, dass im Winter bei schlechten Wetterbedingungen das Training normal weiterlaufen kann.“ Einziger Nachteil sei die Größe des Platzes – zumindest für die erste Mannschaft der Sportfreunde. Das neue Feld ersetzt den alten Hartplatz, der schon zuvor für die Bezirksliga zu klein gewesen ist und nur für den Trainingsbetrieb genutzt werden konnte, nämlich eins zu eins. Seit Mitte Juni wird auf dem Rasen trainiert – die offizielle Einweihung ist am 15. September.

Bulderner Kunstrasen mit eigenem Team erbaut

Auch in Buldern löst der neue Kunstrasen den alten Hartplatz ab. Verschwunden ist Letzterer trotzdem nicht: Der Hartplatz wurde umgesetzt, besteht weiterhin und kann für das Training genutzt werden. Wie bei den Sportfreunden aus Merfeld, half die Stadt Dülmen bei der Finanzierung des Großprojektes. Insgesamt kostete das neue Feld 400 000 Euro. Um Kosten zu sparen, mobilisierte der Verein seine Mitglieder, um anfallende Arbeiten selbst zu übernehmen. „Als ich die Kinder früher im Regen bis zu den Knöcheln im Matsch spielen sah, freute ich mich innerlich total, dass es das in Zukunft nicht mehr geben wird“, erklärt Christoph Wübbelt, Projektleiter und Stadionsprecher von Adler Buldern.

Ebenfalls behält der Platz in Buldern seine ursprüngliche Größe – für die Bezirksliga ist diese allerdings zugelassen. Im Gegensatz zu dem der Merfelder ist das Bulderner Grün mit reinem Gummi-Granulat befüllt. Vierstellige Arbeitsstunden steckten die Mitglieder in die Realisierung des Platzes. Dessen Einweihung ist in der Sportwoche am 25. August vorgesehen. Bis dahin sollen alle restlichen Arbeiten rund um den Platz abgeschlossen sein. Bespielt wird die Fläche aber bereits seit der vergangenen Woche.

In Billerbeck nutze der Verein die Gunst der Stunde: Der 20 Jahre alte Hartplatz der DJK musste erneuert werden. In Gesprächen mit der Stadt wurde man sich schnell einig, dass man statt die Asche zu erneuern, den Platz durch Kunstrasen ersetzen könne. Die Stadt Billerbeck stellte dem Verein das Geld in Höhe der Kosten für die ursprünglich angedachte Erneuerung zur Verfügung und steuerte einen kleinen Obolus bei.

Billerbecker Platz wird am 19. August eingeweiht

Große Beträge konnte der Verein durch Spenden der Sparkasse und der Deutschen Glasfaser gewinnen. Der restliche Betrag ergab sich durch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Insgesamt kostete der neue Kunstrasenplatz 460 000 Euro. Wie in Merfeld entschieden sich die Billerbecker für die Kork-Variante der Firma „Domo“. Eine Besonderheit: Polyethylen-Platten unter den Rasenfasern, die elastisch und wasserdurchlässig sind.

Die ersten Überlegungen zum zweiten Kunstrasen in der Domstadt gab es im Mai 2017. Fertiggestellt wurde der Platz Mitte Juni. Beide Kunstrasenplätze sind mit Flutlicht ausgestattet. „So ist der Verein gerade für die Jugend attraktiv“ freut sich Jürgen Janowski aus dem Vorstand des Sportvereins. „Der Dank geht an die Unternehmen und die Stadt sowie an die ganze Billerbecker Bevölkerung. Hier hat ein Rad in das andere gegriffen“, lobt Janowski Die Einweihung des Platzes ist am 19. August und findet in Form eines Familienfestes statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare