Darfeld kämpft um den Verbleib. Holtwick will hoch

Schlussphase in den Fußballligen der Damen

+
Die SG-Kickerinnen Lena Gödde, Carolin Pölling und Inga Vormann und die Turo-Spielerin Isabell Kortüm im Kampf um den Ball.

Kreis Coesfeld. Auch bei den Fußballdamen im Kreis Coesfeld geht es in den Ligen in den Schlusssprint. Dabei geht es für Billerbeck in der Westfalenliga bereits nur noch darum, die Saison mit einem soliden Platz zu beenden. Für Turo Darfeld könnte es in der Landesliga allerdings noch einmal eng werden, denn derzeit sind sie nur drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Die Ligakonkurrenten von der SG Coesfeld hingegen haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. In der Kreisliga B sind die Damen von Schwarz-Weiß Holtwick im Begriff in die Kreisliga A aufzusteigen. Trotz zwei Spiele weniger stehen sie aktuell mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz. Dafür werden wohl die Nachbarinnen aus Osterwick den Platz in der Kreisliga B annehmen müssen. Mit vier Punkten aus 21 Spielen sind sie weit abgeschlagen am Tabellenende. Die Zeichen stehen auf Abstieg.

Neben der Liga geht es für die Billerbeckerinnen noch um den Einzug ins Finale des Kreispokals. Am Montag müssen die Damen zum Dritten der Landesliga nach Wessum. „Das Spiel haben wir noch nicht gewonnen und es wird auch garantiert kein Selbstläufer“, warnt Trainer Walter Okon. Dabei spricht die aktuelle Form für die Damen aus der Glockenstadt. Die letzten vier Partien konnten sie allesamt, wenn auch knapp, gewinnen. „Wir haben auch ein bisschen von den anderen Ergebnissen profitiert“, freut sich der Coach über den aktuellen vierten Tabellenplatz. „Wir haben jetzt schon mehr Punkte, als in der letzten Saison. Unser Ziel war es unter den ersten Fünf zu kommen. Somit sind Ergebnisse und Tabellenplatz sehr zufriedenstellend.“ Dabei musste Okon immer wieder mit Ausfällen zurechtkommen, die den Kader immer weiter dezimierten. „Der Kader ist sehr schmal. Am letzten Spieltag musste sogar eine Feldspielerin als Torwart ran. Dafür hat sie es gut gemacht“, lobt Okon.

Ebenfalls mit einem dünnen Kader geht es für die Darfelderinnen in der Landesliga in den letzten Spielen noch ums Überleben. „Wir hatten eigentlich das Ziel im oberen Drittel der Saison zu landen“, ärgert sich Darfelds Trainer Ralf Volkmann. Aktuell stehen sie auf dem neunten Platz und weit vom Saisonziel entfernt. Schlimmer noch: Gerade einmal drei Punkte Abstand sind es aktuell auf einen Abstiegsplatz. „Wir haben einen kleinen Kader und dazu auch noch mit vielen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen“, so der Trainer. „Zurzeit ist einfach der Wurm drin.“ Immerhin konnten sie im letzten Spiel ihre Durststrecke von vier Niederlagen mit einem Unentschieden beenden. „Der Punkt ist extrem wichtig für unsere Moral“, freut sich Volkmann. „Jetzt heißt es Kopf hoch und die Saison vernünftig zu Ende bringen.“

Bei dem Ligakonkurrenten aus Coesfeld sieht die Welt ganz anders aus. Zumindest wenn es um die Tabellensituation geht. Zwar ist es rein rechnerisch noch möglich, aber Trainer Mario Popp geht nicht davon aus, dass sie noch was mit dem Abstieg zu tun haben werden: „Es war eine durchwachsene Saison, aber wir haben gezeigt, dass wir oben mitspielen können“, freut sich der Trainer der SG Coesfeld. Trotz eines sich stetig wechselnden Kaders auf Grund von beruflichen und gesundheitlichen Ausfällen ist Popp mit dem fünften Tabellenplatz sehr zufrieden. „Uns fehlt dadurch die Konstanz.“ Die soll dann in der kommenden Saison folgen, aber ohne Mario Popp. Der Damencoach wird ab nächster Saison der neue Trainer der zweiten Herrenmannschaft von Grün-Weiß Nottuln.

In Holtwick lacht aktuell die Sonne. Das Team von Nicole Thomas grüßt aktuell von der Spitze und das obwohl sie zwei Spiele weniger haben als die Damen vom Zweitplatzierten aus Lüdinghausen. „Die Situation könnte zurzeit nicht besser sein“, freut sich Thomas. „Jetzt heißt es in den letzten Wochen die Spannung aufrecht zu halten.“ Den Erfolg sieht die Trainerin in der hohen Trainingsbeteiligung und die positive Stimmung innerhalb der Mannschaft: „Die Mädels haben Bock zu spielen und sich weiterzuentwickeln. Jetzt heißt es nur noch, sich für den enormen Aufwand zu belohnen.“ Damit ist das Saisonziel klar: Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare