Neue Sportart in Dülmen: Erster Pickleball-Club in NRW vor Gründung

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Auch in Dülmen stößt Pickleball schon auf steigendes Interesse. Tina Seifert (von links) und Doris Radde waren in der vergangenen Woche zum ersten Mal zum Schnuppern beim Training dabei. Andreas Kopkau, Franjo Ljubas, Fritz Kopkau und Jana Meier gehören schon zum festen Kreis in der Sporthalle der Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule in Dülmen.

Dülmen. „Pickleball? Was ist das denn?“ So dürfte es wohl den meisten gehen, wenn sie dieses Wort hören. Kein Wunder: Während sich dieses Spiel in den USA zu einem echten Volkssport etabliert hat, gibt es in Deutschland bisher nur eine Handvoll Vereine. Das muss sich ändern, dachte sich Andreas Kopkau und gründete prompt den ersten Pickleball- Club in ganz NRW – und das in Dülmen. „Deutschlandweit müsste es der sechste sein“, fügt der gebürtige Gelsenkirchener hinzu, der im März dieses Jahres nach Dülmen gezogen ist.

Zuvor lebte Kopkau drei Jahre lang in Spanien und nahm dort an Turnieren wie den Spanish Open oder dem Bainbridge Cup teil. „Die Turniere in Europa erleben gerade einen immer größer werdenden Zulauf, die Teilnehmerzahlen steigen stetig. Es bleibt dennoch alles sehr familiär. Man kennt sich untereinander“, so Kopkau. Ganz anders sieht es in den USA aus: Jeden Tag werden dort neue Plätze eröffnet. Pickleball gilt sogar als die schnellst wachsende Sportart des Landes. Nach Angaben der USAPA – dem Amerikanischen Pickleball-Verband – gibt es bereits über 2,5 Millionen Aktive und man schätzt, dass es im Jahr 2020 bis zu 8 Millionen sein könnten.

Doch was ist das Erfolgsrezept des Sports mit dem außergewöhnlichen Namen? Für Kopkau liegt das auf der Hand: „Das ist etwas für jede Alters- und Gewichtsklasse. Man muss dafür nicht der Super-Sportler sein“, sagt er und betont: „Jeder, dem ich das Spiel gezeigt habe, konnte schon nach einer Viertelstunde spielen.“ Auch seine Freundin Jana Meier hat längst das „Pickleball-Fieber“ gepackt: „Ich finde es viel spannender als zum Beispiel Tennis, wo es eher auf das Läuferische ankommt. Beim Pickleball sind eine schnelle Reaktionszeit und gute Reflexe gefragt“, so Meier, die auf eine lange Tennis-Vergangenheit zurückblicken kann.

Wie beim Tennis und Tischtennis kommen auch beim PickleBall Vor- und Rückhand zum Einsatz (hier Jana Meier beim Rückhandschlag).

Aktuell sind Jana und Andreas regelmäßig beim Training des „Pickleball Club Dülmen“ anzutreffen. Hier haben sie mit der Sporthalle der Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule einen Übungsraum gefunden. Im April fand das erste Training statt. „Der Stadtsportbund Dülmen hat uns bei der Findung eines Trainingsortes sehr gut unterstützt. Die Halle können wir das ganze Jahr über nutzen“, freut sich Kopkau. Sein nächstes Ziel: „Wir würden gerne zweimal pro Woche trainieren. Zudem steht die Gründung eines eigenen Vereins kurz bevor.“

Bisher treffen sich die Mitglieder des Clubs, der momentan noch eine Interessensgemeinschaft ist, mittwochs von 20 bis 22 Uhr. „Jeder Interessierte kann kommen“, so Kopkau. Zu erreichen ist er unter Tel. (0176) 81263665.

www.pickleballduelmen.jimdofree.com

Zum Thema Pickleball:

Pickleball ist eine Kombination aus den Sportarten Badminton, Tennis und Tischtennis. Erfunden wurde die Sportart im Jahr 1965 von dem amerikanischen Abgeordneten Joel Pritchard. Nach dessen Hund Pickle ist die Sportart auch benannt. Gespielt wird im Einzel oder Doppel. Es ist aktuell Amerikas am schnellsten wachsende Sportart.

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