Ligaprimus Adler Buldern empfängt die DJK Dülmen

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Goran Mikic

Dülmen/Buldern. Adler Buldern gegen DJK Dülmen. In der Vergangenheit stand dieses Aufeinandertreffen immer für ein enges Duell zweier ambitionierter A-Ligisten. Doch in dieser Spielzeit trennten sich die Wege: Während die Bulderaner mehr und mehr ihren Platz an der Tabellenspitze manifestieren, herrscht im rot-weißen DJK-Lager graue Tristesse, mehr noch: Das Abstiegsgespenst klopft an die Tür. Der klare 6:1-Auswärtssieg im Hinspiel beflügelte den blau-weißen Adler, brachte aber auf der anderen Seite eine Negativ-Serie erst richtig ins Rollen. „Das war eine glasklare Angelegenheit. Wir haben sehr guten Fußball gezeigt“, erinnert sich Adler-Coach Goran Mikic. DJK-Coach Roland Nee kann hingegen nicht mit Erfahrungswerten dienen, denn beim 1:6 saß noch Philipp Schulte auf der Bank der Rot-Weißen. Im Winter übernahm dann Nee.

Während bei den Mikic-Spielern die Fußballschuhe am sonnigen Sonntag unbenutzt in der Tasche blieben, fing sich die DJK Dülmen eine 0:5-Heimklatsche gegen den VfL Billerbeck ein und machte die 60 Gegentore voll – Negativ-Wert der Liga. Wie so oft in dieser Saison fehlte es den Rot-Weißen an Geschlossenheit: „Nach guter Anfangsphase waren wir zu weit von unseren Gegnern weg und Billerbeck hat unsere Fehler ausgenutzt“, musste Roland Nee erkennen. Doch woher soll diese Geschlossenheit auf dem Platz nun hergenommen werden? Beim Gegner Adler Buldern handelt es sich immerhin um ein Team, das pro Spiel im Schnitt mehr als zwei Tore erzielt. Nee bleibt gelassen: „Wir haben viele junge Spieler, die ihr erstes Seniorenjahr spielen und das braucht Zeit und die bekommen sie auch.“

Roland Nee.

Die Ausgangslage: Klare Rollenverteilung: Für die einen geht es um die Meisterschaft. Die anderen kämpfen auf dem vorletzten Platz um den Ligaverbleib. „Wir sind in einer guten Position und alles liegt in unseren Händen. Wir wollen uns natürlich weiter oben absetzen, diese ‘Big Points’ haben wir schon einige Male verpasst“, so Buldern-Coach Mikic. DJK-Trainer Nee weiß: „Es wird besonders schwierig. Da spielt einiges an Bezirksliga-Erfahrung. Aber auch dieses Spiel fängt bei 0:0 an.“ Beide Teams haben in ihren Situationen wenig Luft zum Atmen. Das verspricht ein heißes Derby.

Das Personal: Für Philipp Klaas wird es in jedem Fall ein besonderes Spiel: Er trug in der Hinrunde noch das Trikot der DJK Dülmen – im Winter tauschte er dann Abstiegskampf gegen Meistertraum und trifft nun im blau-weißen Zwirn auf seine alten Kollegen. „Er ist schon nach kurzer Zeit Adler-Spieler, der sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifiziert“, lobt Mikic, der sich auch wieder auf die Dienste des zuletzt verletzten Torjägers Leon Rademacher verlassen kann. Auch Jakob Frings hat wieder das Training aufgenommen. „Der Konkurrenzkampf somit ist wieder voll entfacht.“ Auch der DJK Dülmen mangelt es nicht an Spielern: Gegen Billerbeck nahmen fünf Akteure vorerst auf der Bank Platz, im Derby gegen die TSG waren es sogar sieben. Das zuletzt grippegeschwächte Stammpersonal Alexander Arngold und Stefan Schmidt dürften am Sonntag wieder voll einsatzfähig sein. Markus Schmidt laboriert hingegen weiterhin an einer Verletzung.

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