TSG lädt zu Ju-Juitsu-Schnupperkurs

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Einige Mitglieder der Ju-Jitsu-Gruppe des TSG Dülmen: (von links) Rüdiger Schillings, Walter Schüring, Hubertus Brodale, Norbert Reißmann, Michael Dapper, Tony Kintrup, Ayaz Quare und Oliver Timmer.

Dülmen. Die Ju-Jitsu-Gruppe der TSG Dülmen bietet in den Ferien einen Schnupperkurs für Interessierte an. Übungsleiter Rüdiger Schillings verrät im Gespräch mit Streiflichter-Mitarbeiterin Lena Riekhoff Details über den Kurs und den Kampfsport.

Zweimal in der Woche treffen sich die Ju-Jitsu-Kämpfer der TSG Dülmen zum Training, nun soll ein Schnupperkurs stattfinden. Wer ist dazu eingeladen? 

Rüdiger Schillings: Wir wollen in den Ferien Mädchen und Jungen ab 14 Jahren die Möglichkeit geben einen wirklichen Einblick in das Ju-Jitsu zu bekommen. Uns geht es dabei darum, Nachwuchs zu gewinnen. Wichtig ist es, dass die Teilnehmer einen guten Einblick in das richtige Training erhalten. Das macht einen gelungenen Schnupperkurs für mich aus. Deswegen sollen Interessierte einfach zu unseren normalen Trainingszeiten mit Sportbekleidung vorbeikommen.

Was genau ist Ju-Jitsu für eine Kampfsportart? 

Schillings: Das Ziel des Ju-Jitsus ist die waffenlose Selbstverteidigung. Die Kampftechnik stammt von den japanischen Samurai. Sie gilt als Ursprung anderer Kampfsportarten wie Judo oder Karate.

Und wodurch unterscheidet sich Ju-Jitsu von anderen Kampfsportarten? 

Schillings: Es gibt keine festen Regeln. Man trainiert gemeinsam im sogenannten Dojo. Ju-Jitsu ist immer auf den Meister bezogen. Die Schüler lernen seinen Stil und bilden dann anhand dessen einen eigenen Stil aus. Man kann Ju-Jitsu also als Individualsport bezeichnen.

Wie lange dauert es, bis die erste Prüfung abgelegt wird? 

Schillings: Bis zur ersten Prüfung, dem gelben Gürtel, trainiert man circa ein halbes Jahr. Und mit zunehmenden Schwierigkeitsgrad steigen dann auch die Trainingszeiten.

Wie ist eine Trainingsstunde bei Ihnen aufgebaut? 

Schillings: Zunächst wärmen wir uns etwa 15 bis 20 Minuten auf. Anschließend trainieren wir dann die Muskeln. Nachdem wir uns gedehnt haben, fangen wir mit dem eigentlichen Trainieren an. Das geht dann meistens 30 Minuten lang. Vor Prüfungen allerdings auch länger.

Was vermitteln Sie den Schülern für Inhalte? 

Schillings: An allererster Stelle steht das richtige Fallen. Das ist die Grundlage für die weiteren Übungen. Dann folgen ganz verschiedene Griffe. Darüber hinaus trainieren wir immer wieder auch mit Waffenattrappen, um Gefahrsituationen von der Straße nachzuahmen.

Wie ist Ihre Gruppe aufgestellt? 

Schillings: In unserer Gruppe sind momentan ungefähr 20 Mitglieder aktiv, beim Training sind wir aber meistens um die zehn Personen. Die Teilnehmer sind zwischen 14 und 62 Jahren alt.


Was hat sie persönlich am Ju-Jitsu gereizt? 

Schillings: Meine Motivation war die Selbstverteidigung. Ich wollte mich bei Bedrohungen wehren können.

Ist das allgemein ein wichtiges Thema beim Ju-Jitsu? Die Selbstverteidigung?

Schillings: Das ist ganz wichtig und macht den Sport auch für Mädchen besonders attraktiv. Aber genauso entscheidend ist, dass die Leute aus der richtigen Motivation heraus zu uns kommen. Wer sich nur prügeln möchte oder seine Aggressionen rauslassen will, ist bei uns an der falschen Adresse. Wir fördern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Kampfsport.

Rüdiger Schillings ist 57 Jahre alt und Lokführer. Seit über 30 Jahren betreibt er Ju-Jitsu. Er besitzt den schwarzen Gürtel und einen Trainerschein.

Der Schnupperkurs richtet sich an Jungen und Mädchen ab 14 Jahren. Ab dem 18. Juli können Interessierte jeweils dienstags und donnerstags zu den Trainingszeiten von 20 bis 21.30 Uhr in der Gymnastikhalle des TSG-Clubheims am Grenzweg in Dülmen teilnehmen. Die Teilnahme am Schnupperkurs ist kostenfrei.

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